02-20_wasser

 
 
Wasser

Wasser im Eigenheim – Wasserversorgung, Wasser enthärten, Grauwassernutzung und Regenwassernutzung.

 

Durchschnittlicher Wasserverbrauch pro Person in Deutschland?

Der durchschnittliche Wasserverbrauch liegt bei rund 120l pro Person/Tag. Durch Sparmaßnahmen lässt sich der Verbrauch auf etwa 80l drücken.

 

Was ist eine Rückstausicherung?

Keller können nicht nur bei Hochwasser, sondern auch bei Starkregen volllaufen. Um das zu verhindern gibt es sogenannte Rückstausicherungen. Diese verhindern, dass Abwasser aus dem öffentlichen Kanal ins Haus eindringen kann.

 

Allgemein Wasserversorgung

Warmwasserversorgung

– Volumen des Speichers (min. 120 l)

– Zirkulationsleitung

– Möglichkeit der Erweiterung (z.B. Solarunterstützung)?

 

Zentrale oder dezentrale Warmwasserversorgung?

– Zentral Warmwasserversorgung: Über die Heizanlage

Im Haus gibt es dann zwei Leitungsnetze. Eines für Warmwasser (Warmwasser-Sektion) und eines für Kaltwasser (Kaltwasser-Sektion). Mithilfe einer Umwälzpumpe (Zirkulationspumpe) zirkuliert das Wasser. Siehe auch Heizung.

 

– Dezentrale Warmwasserversorgung: Elektrische Anlagen

Das Wasser wird direkt an der Zapfstellen (meist von einem Durchlauferhitzer) erwärmt. Vorteilhaft dabei ist, das eine Speicherung und längere Rohrleitungen nicht notwendig sind. Allerdings ist die Wassermenge begrenzt.

 

Installation der Wasserversorgung

– Hat das Haus für den Garten außen einen Wasseranschluss?

– Sind die Absperrventile / Leitungen klar beschriftet?

– Damit keine Vibrationen übertragen werden, dürfen Rohrleitungen keinen direkten Kontakt mit Mauerwerk, Putz, Metall oder Beton haben.

– Sind alle Befestigungen der Wasserleitungen mit Schalldämmeinlagen versehen?

 

Wasser sparen / Wasserverbrauch reduzieren

– Durchflussbegrenzer senken den Wasserverbrauch. Dabei versetzt ein Luftsprudler (Perlator) den Wasserstrahl mit Luft. Dieser wirkt trotz des geringeren Durchflusses kräftig.

 

– Elektrisch geregelte Durchlauferhitzer sind meist effizienter als Warmwasserspeicher. Ein Durchlauferhitzer hält das Wasser nicht ständig warm (Vermeidung von Bereitschaftsverlusten). Die Temperatur wird auf etwa 60°C gehalten.

 

– Warmwasserboiler mit Zeitschaltuhr.

 

– Duschen ist sparsamer als Baden.

 

– In die Dusche einen Sparbrausekopf oder Durchflussreduzierer einbauen. Thermostatarmaturen helfen ebenfalls Wasser einzusparen.

 

– Moderne Toilettenspülungen verbrauchen etwa 3l (kleines Geschäft) bzw. 6l (großes Geschäft) Wasser pro Spülung.

 

– Moderne Armaturen sind meist sparsamer. Beispielsweise Einhebelmischer mit Wassersparfunktion oder sensorgesteuerte Wascharmaturen bei denen nur dann Wasser läuft, wenn die Hände darunter sind.

 

Wasserenthärter / Wasserentkalker

In Deutschland hat das Leitungswasser verschiedene Wasserhärtegrade (hartes Wasser und weiches Wasser). Bei einem hohem Wasserhärtegrad hat das Wasser einen hohen Kalkanteil. Das führt zu Verkalkung von Haushaltsgeräten und einem höheren Verbrauch von Spül- und Waschmitteln. Wasserenthärter entkalken das Leitungswasser.

 

Wasserhärtegrad 1 gilt als sehr weich (z.B. auch Regenwasser). Sehr hartes Wasser hat einen Wasserhärtegrad von 4. Wasserenthärter sind bei einem Härtegrad von 2 eigentlich unnötig. Ab Härtegrad 3 gelten sie als sinnvoll.

 

Wasserenthärtungsverfahren

– Ionentauschverfahren. Weit verbreitet aber der Natriumgehalt wird unter Umständen höher.

– Chemikalien zur Enthärtung von Wasser.

– Physikalische Wasserenthärtung.

– Sonstige.

 

Kosten einer Wasserenthärtungsanlage

Die Anschaffung einer Wasserenthärtungsanlage liegt bei etwa 1500-2000€. Jährliche Kosten etwa 50-70€/Jahr (Strom, Verbrauchsmittel, …). Wird ein Wasserenthärter bei einem Neubau gleich von Anfang an mit eingeplant, ist das günstiger als eine nachträgliche Installation (spezielle Anschlüsse notwendig). Hersteller von Wasserenthärtern gehen von einer Amortisierung nach 5-7 Jahren aus.

 

Vorteile weiches Wasser

– Geräte (Boiler, Hausgeräte, …), Rohrleitungen und Armaturen werden geschont. Weniger Energieverbrauch, längere Lebensdauer und besseres Aussehen.

– Weniger Seife / Putzmittel wird benötigt (stärkere Schaumbildung).

– Beim Kochen bleibt der Geschmack / Aroma und auch die Vitamine besser erhalten.

– Wäsche ist weicher.

 

Grauwassernutzung

Als Grauwasser wird das Wasser bezeichnet, das frei von Fäkalien und Küchenrückständen ist. Beispielsweise Wasser aus der Dusche, Badewanne oder den Handwaschbecken. Die Idee bei der Grauwassernutzung ist es, diese Wasser auszubereiten und für die Toilettenspülung, Gartenbewässerung, Waschmaschine oder die Reinigung zu verwenden. So kann Trinkwasser eingespart werden.

 

Für eine Grauwasseranlage wird ein zweites Rohrleitungssystem und ein Wasserspeicher („Zisterne“) benötigt. Die Kosten für eine Grauwasseranlage liegen bei etwa 5000€ und können sich nach etwa 10 Jahren amortisieren.

 

Regenwassernutzung

Regenwasser kann gesammelt und im Eigenheim genutzt werden. Dazu ist allerdings ein zweites Rohrleitungssystem, Regenwassernutzungsanlage (etwa 3500-6000€) und ein Wasserspeicher („Zisterne“) notwendig. Das sich die Investition wirtschaftlich lohnt, ist allerdings eher unwahrscheinlich (trotz Fördergelder von KfW und manchen Kommunen). Für einen 2-Personen-Haushalt wahrscheinlich niemals, möglicherweise für eine (Groß-)Familie. Außerdem ist ein wirtschaftlicher Betrieb stark davon abhängig, ob die Kommune für das genutzte Regenwasser Abwassergebühren erhebt.

 

Anwendungsbeispiele Regenwasser

Toilettenspülung

Als der wohl größte Wasserverbraucher im Haushalt könnten mit einer Regenwassernutzung etwa 45l am Tag/Person eingespart werden.

 

Waschmaschine

Für das Wäschewaschen ist normalerweise kein Wasser in Trinkwasserqualität notwendig. Gesundheitsgefährdung waren im Allgemeinen nicht feststellbar. Da es sich bei Regenwasser um ein weiches Wasser handelt, wird die Waschmaschine geschont und weniger Waschmittel benötigt. Manche Waschmaschinen verfügen auch über einen Doppeltanschluss (Regenwasser für die Vorwäsche und Trinkwasser für die Hauptwäsche).

 

Gartenbewässerung

Statistisch gesehen genügt der jährliche Niederschlag nicht zur Bewässerung eines Gartens. Es wird mit einem zusätzlichem Bedarf von etwa 60l/m2 gerechnet. Auch wenn keine komplette Anlage installiert wird, kann die Sammlung von Regenwasser über die Dachrinne in einem Sammler die jährlichen Wasserkosten stark reduzieren.

 

Reinigung

Regenwasser als Reinigungswasser für beispielsweise das Auto.

 

Wasserzisterne

Zisterne sollten unterhalb der Frostfreigrenze (60cm – 1m) verbaut werden.

 

Arten von Zisternen:

– Beton-Zisterne

– Außenspeicher aus Metall / Kunststoff

– lnnentanks

 

Das könnte Sie auch interessieren

Schimmel – Wie kann man Schimmel vorbeugen? Was kann man gegen Schimmelbefall tun?

Wie wird der Rohbau vorbereitet? Was gehört überhaupt zum Rohbau?

Kauftipps Waschmaschinen – Qualitätsmerkmale von Waschmaschinen und Tipps zum richtigen Waschen