05-21_Untervermietung

 
 
Untervermietung – Eine Mietwohnung untervermieten

Was ist bei einer Untervermietung zu beachten?

 

Was ist eine Untervermietung?

Viele Mieter wollen ihre gemietete Wohnung selber weitervermieten (Untermiete). Beispielsweise aufgrund eines längeren aber befristeten Auszugs – wie eines mehrmonatigen Auslandsaufenthalts oder dergleichen – um die Wohnung nicht aufgeben zu müssen und nach einem bestimmten Zeitraum wieder einziehen. Eine dauerhafte Untervermietung kann der Vermieter verweigern. Siehe auch §§ 540, 553 BGB oder LG Berlin v. 12.6.2001, 64 S 13/01, ZMR 2001, 969.

 

Was ist bei Untervermietungen zu beachten?

– Dem Vermieter sollte immer mitgeteilt werden wer einzieht. Zieht der Ehepartner, eingetragener Lebenspartner, Eltern oder ein Kind ein, ist dafür keiner Erlaubnis des Vermieters notwendig. Die Untervermietung muss meistens aber sowieso immer erlaubt werden (sofern „berechtigtes Interesse“ vorliegt, z.B. Az. 422 C 13968/13). Außer der Vermieter kann schwerwiegende Gründe gegen den Untermieter vorbringen. Beispielsweise der Untermieter ist unzumutbar oder die Wohnung wäre überbelegt.

 

– Der Vermieter muss schriftlich um Erlaubnis gefragt werden (am besten per Einschreiben). Dabei empfiehlt es sich eine Frist von 2 Wochen anzugeben (für den Fall, dass die Untervermietung später gerichtlich durchgesetzt werden soll). Wichtig ist auch der Namen, das Geburtsdatum und die Anschrift des Untermieters sowie den Grund für die Untervermietung. Wurde keine Erlaubnis eingeholt, kann der Vermieter den Mieter abmahnen, auf Unterlassung klagen oder sogar fristlos kündigen. Das gilt auch wenn der Mieter Anspruch auf die Erlaubnis gehabt hätte. Siehe auch § 553 Gestattung der Gebrauchsüberlassung an Dritte.

 

– Sollen nur einzelne Räume untervermietet werden (beispielsweise eine WG mit einem Hauptmieter) muss dem der Vermieter zustimmen sofern ein „berechtigtes Interesse“ besteht (z.B. aus finanziellen Gründen oder aus persönlichen Gründen).

 

– Wichtig ist das der Untervermieter eine Haftpflichtversicherung hat. Verursacht der Untermieter unabsichtlich Schäden, haftet der Mieter.

 

– Seit dem 01.11.2015 besteht einen Meldepflicht (§ 19 Bundesmeldegesetz). Vermieter bzw. Untervermieter sind verpflichtet ihre Mieter innerhalb von 2 Wochen anzumelden. Das beinhaltet den Mietername, Vermietername, Wohnungsanschrift, Anschrift des Wohnungsgebers und Einzugsdatum / Auszugsdatum. Ansonsten werden Geldbußen von bis zu 1000€ riskiert.

 

– Bei einer nicht erteilten Erlaubnis kann die Untervermietung oft auch eingeklagt werden. Untervermietung ohne Erlaubnis ist nicht zu empfehlen. Das könnte zur Kündigung führen.

 

– Untervermietungen an Touristen erfordern eine spezielle Erlaubnis vom Vermieter. Beispielsweise über Portale wie www.airbnb.de, www.wimdu.de, www.homestay.com/de, www.gloveler.de oder www.9flats.com (LG Berlin Az. 67 T 29/15).

Das könnte Sie auch interessieren

Kauftipps für Staubsauger / Saugroboter / Staubsauganlage

Was ist bei einem Vermieterwechsel / Eigentümerwechsel zu beachten?

Übersicht Türen – Materialien, Oberflächen, Kosten und Montage von Innentüren / Außentüren