01-12_Strom

 
 
Strom

Folgend einige Infos und Tipps zum Thema „Strom“.

 

Was haben moderne Häuser für einen Anschluss?

Heute gilt ein Mehrspartenanschluss (Strom, Wasser, Telekommunikation und eventuell Gas) als Standard.

 

Durchschnittlicher Stromverbrauch von Haushalten

Einpersonen-Haushalt 1500kWh sind gut, viele brauchen etwa 1900-2300kWh.

Zweipersonenhaushalt 2600kWH sind gut, viele brauchen etwa 3300-4000kWH.

Dreipersonenhaushalt 3700kWh sind gut, viele brauchen etwa 4500-5300kWH.

Vierpersonenhaushalt 4600kWh sind gut, viele brauchen etwa 5500-6400kWH.

Fünfpersonenhaushalt 5500kWh sind gut, viele brauchen etwa 6400-7300kWH.

 

Linktipps

www.energiesparentipps.de

www.spargeraete.de

www.stromspar-check.de

www.test.de/lampen

 

Allgemeine Strom-Spartipps

– Beim Neukauf von Geräten immer auf die Energieeffizienzklasse bzw. Energy Star Label achten.

 

– Kein Standby-Betrieb. Geräte sollten nach Möglichkeit immer vom Stromnetz getrennt werden. Beispielsweise durch Stecker ziehen oder schaltbare Steckdosenleisten.

 

– Wärmeerzeugung mit Strom gilt als die teuerste Variante des Heizens. Besonders Durchlauferhitzer oder Warmwasserspeicher sind große Stromfresser.

 

Tipps Licht / Beleuchtung

www.licht.de (Adressen von Fachhändlern in der Nähe)

 

Welches sind die sparsamsten Lampen?

Trotz höherer Anschaffungspreise sparen Energiesparlampe bzw. modernere LED-Lampen gegenüber Glühlampen über ihre Lebensdauer ein vielfaches an Stromkosten ein.

 

Sind alle Lampen dimmbar?

Leider nein. Nicht alle Lampentypen sind dimmbar.

 

Welche Farben sind ideal?

Helle Farben reflektieren mehr Licht (z.B. weiße Wände).

 

Wie kann Strom gespart werden?

Oft ist eine Abschaltautomatik fürs Licht in Nebenräumen sinnvoll.

 

Wie viele Lampen hat ein durchschnittlicher Haushalt? Was würden LED-Lampen einsparen?

32 Lampen hat ein durchschnittlicher Haushalt. Wird eine Glühlampe durch eine LED-Lampe ersetzt und leuchtet durchschnittlich 3 Stunden am Tag, sind das etwa 15€ Einsparung im Jahr. Bei 32 Lampen 480€.

 

Gibt es eine Garantie auf Lampen?

Geht eine Lampe kaputt, bekommt man mit Kassenbon noch 2 Jahre nach dem Kauf eine neue Lampe.

 

Einheiten

Was bezeichnet die Einheit Lumen?

Die Einheit Lumen bezeichnet die Leuchtkraft einer Lampe.

 

Lumen in Watt umrechnen

Grober Richtwert: Lumen-Wert / 10 = etwa die Watt-Zahl einer Glühbirne. Je höher die Watt-Zahl ist, desto großzügiger muss man auch aufrunden.

180 bis 220 Lumen entsprechen etwa 25 Watt

370 bis 420 Lumen entsprechen etwa 40 Watt

590 bis 700 Lumen entsprechen etwa 60 Watt

850 bis 950 Lumen entsprechen etwa 75 Watt

1150 bis 1370 Lumen entsprechen etwa 100 Watt

 

Was bezeichnet die Einheit Lumen pro Watt (lm/W)?

Die Lichtausbeute wird in Lumen pro Watt (lm/W) angegeben. Je höher desto effizienter.

Glühlampen etwa 6-13 lm/W

Halogenlampen etwa 25 lm/W

Energiesparlampen etwa 60 lm/W

 

Was bezeichnet die Einheit Kelvin?

Kelvin (K) bezeichnet die Farbe des Lichts (Farbtemperatur). Je niedriger desto „wärmer“ das Licht.

Farbtemperatur Kategorie Anmutung
< 3300K Warmweiß warm
3300-5000K Neutralweiß neutral
> 5000K Tageslichtweiß kühl-weiß

Beispiele von verschiedenen Farbtemperaturen:

Kerze: 1900-2500K

Glühlampe: 2700-3200K

Leuchtstofflampe: 2700-6500K

Sonnenlicht: 5000-5800K

Bewölkter Himmel: 6000-6900K

 

Was bezeichnet die Farbwiedergabe / CRI (Colour-Rendering-Index) / Ra-Wert?

Die Farbwiedergabe ist wohl das wichtigste Kriterium für eine hohe Lichtqualität. Künstliches Licht soll das natürliche Tageslicht imitiert. Das gibt die Farbwiedergabe an. Die Skala der Farbwiedergabe reicht bis 100. Wo eine exakte Farbwiedergabe besonders wichtig ist (z.B. bei der Beleuchtung von Kunstwerken) sollte der Wert über 90 liegen. Ansonsten sind Werte über 80 in Ordnung. LED-Lampen sind dabei Energiesparlampen immer überlegen.

 

Glühlampe

Anschaffungskosten: Etwa 1€

Stromverbrauch: 60 Watt. Nur etwa 5% der Energie wird in Licht umgewandelt. Der Rest ist Wärme.

Lebensdauer: Etwa 1000 Stunden

Fassungen: E27 (groß) und E14 (klein)

Einziger Vorteil gegenüber anderen Lampen ist der bessere Rotanteil.

 

Durch den „Glühlampenausstieg“ wird innerhalb der EU stufenweise der Glühlampe ein Herstellungs- und Vertriebsverbote auferlegt wenn sie nicht den Mindestanforderungen an Energieeffizienz genügen. Siehe www.vzhh.de.

 

Einsatzort: Abstellraum, da nur kurze Brenndauer

 

Halogenlampen

Anschaffungskosten: Etwa 1-2€

Stromverbrauch: Etwas besser als Glühlampen (42 Watt)

Lebensdauer: Etwa 2500 Stunden

 

Siehe auch IRC-Halogenlampe. Im Prinzip eine Mini-Glühlampe, jedoch brillanter und langlebiger. Am besten durch LED ersetzen (geht ohne spürbare Qualitätsverluste).

 

Einsatzort: Küche

 

Energiesparlampen (Kompaktleuchtstofflampe)

Anschaffungskosten: Etwa 5€

Stromverbrauch: Etwa 10-20% einer Glühlampe (12 Watt)

Lebensdauer: Etwa 10000-15000 Stunden

Fassungen: Passt in normale Glühlampenfassung

 

Vor allem sinnvoll wo die Einschaltzeiten/Leuchtzeit sehr hoch ist. Da sind aber eine Einschaltverzögerung haben, sind sie für Treppenhäusern eher ungeeignet. Das Lichtspektrum gilt heutzutage als normal (früher gab es einen hohen Blauanteil). Auch wenn Energiesparlampen mit Quecksilberdampf gefüllt sind, besteht aber bei einem Zerbrechen kein Grund zur Panik. Die Quecksilberbelastungen bleibt unter den Richtwerten. Trotzdem sollten die Reste schnell entfernt und der Raum gut gelüftet werden.

 

Einsatzort:

– Arbeitszimmer

– Nachttisch

– Wohnzimmer

 

Leuchtstofflampe

Lebensdauer: Etwa 20000 Stunden

Benötigt Vorschaltgeräte, die sich meist in der Leuchte befinden.

Röhrendurchmesser: 16mm (T5) und 26mm (T8)

Neonröhre ist eine falsche Bezeichnung. Lange Lebensdauer, sehr gute Farbwiedergabe.

 

Einsatzort: Besonders in Gewerberäume (Werkstätten, Büros, …)

 

LED-Lampe

Anschaffungskosten: Etwa 7€

Stromverbrauch: Etwa 20% einer Glühlampe (12 Watt)

Lebensdauer: Etwa 25000-50000 Stunden

 

Energiesparlampen sind eher als eine Übergangstechnologie anzusehen. Heute legen LED-Lampen den Maßstab vor. Bei gleicher Lumenzahl haben LEDs und Energiesparlampen etwa einen gleich großen Energieverbrauch. Trotz der höheren Anschaffungspreise rechnen sich LEDs aber relativ schnell.

LED-Lampe schalten im Gegensatz zu Energiesparlampen sofort ein und gelten als sehr robust. Vor allem in Außenbereichen sind LEDs ideal. Je kälter desto länger die Lebensdauer. Im Bereich Dimmen haben LED-Lampen oft noch Defizite. Wird es trotzdem gewünscht, sollte die LED-Lampe als dimmbar deklariert sein und mit dem Dimmertyp in der Schalterdose zusammenpassen.

 

Einsatzort:

– Abstellraum, da nur kurze Brenndauer

– Küche

– Wohnzimmer

– Außen

– Bad

 

Spartipps Wäsche

– Waschmaschine immer voll beladen.

 

– Wenn möglich Energiesparprogramme verwenden.

 

– Ein Waschgang mit 60 °C benötigt doppelt so viel Strom wie einer mit 40 °C. Deshalb die Waschtemperaturen immer so niedrig wie möglich halten. Feinwäsche und Wolle max. 30 °C, Buntes 40 °C, Weißes max. 60 °C.

 

– Ein Warmwasseranschluss lohnt sich, wenn eine Solaranlage oder Wärmepumpe das Wasser erwärmt.

 

– Auf einen Wäschetrockner sollte möglichst verzichtet werden. Moderne Wäschetrockner haben zwar eine Wärmepumpe, aber sie sind wahre Stromfresser und schädlich für Textilien. Besser ist Lufttrocknen.

 

– Für das Trocknen auf der Leine reichen meist 1000 Schleuder-Umdrehungen. Soll die Wäsche im Wäschetrockner getrocknet werden sind 1200-1400 Schleuder-Umdrehungen empfehlenswert.

 

– Waschmaschine benötigen auch wenn sie nicht spült Strom. Deshalb Stecker ziehen.

 

Spartipps Kühlschrank

– Temperatur auf etwa 7 °C einstellen. Gegenüber 5 °C spart das etwa 15% Strom.

 

– Nicht neben einen Herd, Backofen, Spülmaschine oder Heizung aufstellen. Auch sollte direkte Sonneneinstrahlung vermieden werden. Das erwärmt das Gerät. Möglichst eine niedrige Umgebungstemperatur sicherstellen. Deshalb an einem kühlen/schattigen Platz aufstellen. 1 °C weniger spart etwa 6% Strom.

 

– Keine warmen Lebensmittel in den Kühlschrank stellen. Vorher außerhalb abkühlen lassen.

 

– Einkäufe mit Kühlbox oder Kühltasche kühl halten. Der Kühltransport hat zwei Effekte: Verderben der Lebensmittel wird vorgebeugt und sie müssen nicht mehr abgekühlt werden.

 

– Lebensmittel wieder schnell zurück in den Kühlschrank. Je weniger sich Lebensmittel erwärmen (z.B. auf dem Frühstückstisch), desto schneller sind sie wieder abgekühlt.

 

– Tiefgefrorenes im Kühlschrank auftauen lassen. So werden die anderen Lebensmittel mitgekühlt.

 

– Wärmetauscher / Kühlrippen auf der Hinterseite etwa 2x im Jahr reinigen. Staub wirkt wie eine Dämmschicht.

 

– Immer nur möglichst kurz öffnen.

 

– Getränke könnten im Keller oder auf dem Balkon vorgekühlt werden.

 

– Kühlschrank mit Gefrierfach regelmäßig abtauen wenn keine No-Frost-Abtauautomatik vorhanden ist. Das sollte etwa 1x jährlich gemacht werden. So bleibt die Kühleffizienz erhalten.

 

Spartipps Gefriertruhe / Gefrierschrank

– Temperatur auf etwa -18 °C einstellen.

 

– Regelmäßig abtauen.

 

– Nicht neben einen Herd, Backofen, Spülmaschine oder Heizung aufstellen. Auch sollte direkt Sonneneinstrahlung vermieden werden. Das erwärmt das Gerät. Möglichst eine niedrige Umgebungstemperatur sicherstellen (z.B. im Keller). Deshalb an einem kühlen / schattigen Platz aufstellen. 1 °C weniger spart etwa 6% Strom.

 

– Wärmetauscher etwa 2x im Jahr reinigen. Staub wirkt wie eine Dämmschicht.

 

Spartipps Kochen / Backen

– Auf Kochtöpfe immer den Deckel setzen. Sonst entweicht mehr Wärme und der Kochvorgang dauert länger.

 

– Backen mit Umluft ist effizienter als mit Ober- und Unterhitze.

 

– Backöfen müssen nicht vorgeheizt werden.

 

– Schon vor Ende der Garzeit abschalten um die Nachwärme / Restwärme zu nutzen.

 

– Topf / Pfanne sollten immer passend zu der Herdplatte sein. Ansonsten kommt es zu Energieverlusten bzw. ungleichmäßigem Kochen.

 

– Unebene oder gar verbeulte Topfböden verlängern die Kochzeit und sollten ausgetauscht werden (z.B. durch Schnellkochtopf). Schnellkochtöpfe (Dampfdrucktöpfe) können bis zu 50% Energie und Zeit sparen.

 

– Für kleine Gereichte wie Brötchen, Pizzas oder Fertiggerichte empfiehlt es sich einen Mini-Backofen zu verwenden. Diese brauchen etwa 50% weniger Strom.

 

– Küchengeräte wie Kaffeemaschine, Eierkocher, Heißwasserkocher oder Wasserboiler regelmäßig entkalken.

 

Spartipps Geschirr

– Schmutziges Geschirr nicht unter fließend warmem oder gar heißem Wasser abspülen.

 

– Wenn möglich Energiesparprogramme verwenden.

 

– Geschirr muss eigentlich nie in der Spülmaschine vorgespült werden.

 

– Spülmaschine immer voll beladen.

 

– Ein Warmwasseranschluss lohnt sich, wenn eine Solaranlage oder Wärmepumpe das Wasser erwärmt.

 

– Eine neue Spülmaschine braucht fast immer weniger Wasser als wenn von Hand gespült wird.

 

Spartipps Wasser

– Am günstigen ist es Wasser mit einem Wasserkocher zu erhitzen. Auf der Platte eines Elektroherds wird etwa 1/3 mehr Energie verbraucht. In der Mikrowelle mehr als doppelt so viel.

 

– Sparbrausen / Spar-Duschköpfe und Thermostatmischarmaturen in der Dusche verwenden.

 

– Elektrisch geregelte Durchlauferhitzer sind effizienter als Warmwasserspeicher. Sie halten das Wasser nicht ständig warm (keine Bereitschaftsverluste, etwa auf 60 °C).

 

Spartipps Computer

– Power-Management am Computer aktivieren.

 

– Ein Bildschirmschoner erhöht den Stromverbrauch und sollte deshalb besser deaktiviert werden. Denn Monitor nach einigen Minuten automatisch auszuschalten ist vorteilhafter. Bei Flachbildschirmen sind Bildschirmschoner technisch sowieso unnötig.

 

– Notebooks sind deutlich sparsamer als PCs.

 

– Computer-Lüftung auf der Hinterseite etwa 2x im Jahr reinigen. Staub wirkt wie eine Dämmschicht.

 

Spartipps Unterhaltungsgeräte

– Wird die Helligkeit vom Fernseher reduziert, lässt sich einiges an Strom sparen

 

– Je nach Programm auch den entsprechenden Fernsehmodus verwenden (z.B. beim Fußball den Sportmodus).

 

– Unterhaltungsgeräte (Fernseher, DVD-Player, …) immer komplett vom Stromnetz trennen (z.B. durch Steckdosenleiste mit Schalter).

 

Stromanbieter wechseln

Den Stromanbieter zu wechseln ist heutzutage ganz einfach. Auch muss niemand Angst haben, einige Tage keinen Strom mehr zu haben. Denn jeder Stromanbieter unterliegt einer Versorgungspflicht. In Deutschland gibt es etwa 1000 Stromanbieter unter denen man wählen kann. Der neue Stromanbieter kümmert sich dann um die Details. Benötigt wird die Zählernummer und der Jahresverbrauch. Beides ist auf der Stromrechnung zu finden.

 

Siehe auch www.strom-anmelden.eu

 

Heizstrom – Stromanbieter wechseln mit Nachtspeicherheizung oder Wärmepumpe?

Kunden mit Nachtspeicherheizung oder Wärmepumpe können seit 2010 ebenfalls wechseln und sind nicht mehr von dem örtlichen Versorger abhängig. Das spart evtl. mehrere hundert Euro. Gibt es für Haushaltsstrom und Heizstrom unterschiedliche Stromzähler (Doppeltarifzähler), können auch zwei unterschiedliche Versorger ausgewählt werden.

Je nach Stadt / Region gibt es unterschiedliche Anbieter für Heizstrom-Tarife bzw. bundesweite Angebote (durchschnittlich kann ein Kunde zwischen 20 Tarifen wählen):

Deutsche Avia, www.avia.de

Dt. BürgerEnergie, www.debe.de

E wie einfach, www.e-wie-einfach.de

Energiehandel Dresden, www.energiehandel-dresden.de

Energycoop, www.ecoop.de

Eon, www.eon.de

Evita, www.evita-energie.de

EWS Schönau, www.ews-schoenau.de

Lichtblick, www.lichtblick.de

Mann Naturenergie, www.mann-strom.de

Naturstrom, www.naturstrom.de

Neckermann Strom, www.neckermann-strom.de

 

test.de/Heizstrom

 

Vergleichsrechner für Doppeltarife gibt es auf Verivox und Check24.

 

Beim Wechsel des Stromanbieters sollte auf die folgenden Punkte geachtet werden

 

Preisgarantien

Min. eine Jahr sollten Preisgarantien gültig sein um vor Kostenaufschlägen zu schützen (Erstlaufzeit). Welche Preisbestandteile gehören dazu? Viele Tarife beziehen sich dabei nicht auf den Endpreis, sondern schließen Steuern und Abgaben aus. Auch können die Preise durch die Erhöhung der Umlage zur Förderung der erneuerbaren Energien (EEGUmlage), der Netzentgelte oder auch der Mehrwertsteuer trotz Preisgarantie steigen. Ab dem zweiten Jahr erhöhen sich oft drastisch die Preise von manchen Tarifen!

 

Vorkasse

Vorkasse (oder Kaution) sollte nicht geleistet werden auch wenn Rabatte angeboten werden. Manche Stromanbieter gingen schon in die Insolvenz (z.B. Flexstrom oder Teldafax). Ob man sein Geld wieder zurückbekommt ist dann alles andere als sicher (die Vorauszahlung wird Teil der Insolvenzmasse).

 

Wechselprämien

Wechselprämien gibt es nur einmalig. Ist der Tarif im nächsten Jahr dann immer noch so günstig?

 

Paketpreise

Tarife die auf Paketpreisen basieren (feste Abnahmemenge) können sehr teuer werden, wenn der Stromkunde mehr Strom verbraucht als vereinbart. Bei einem geringerem Stromverbrauch gibt es oft keine Erstattung.

 

Kündigungsfristen / Anschlusslaufzeiten

Kündigungsfristen zum Ende der ersten Vertragslaufzeit sollten nicht mehr als 6 Wochen betragen.

Anschlusslaufzeiten von 4 Wochen sind sehr gut. So ist man nicht auf das Sonderkündigungsrecht angewiesen. Hingegen mehrere Monate oder gar ein Jahr benachteiligen den Kunden massiv. Wird nicht rechtzeitig gekündigt, verlängert sich der Vertrag immer um die entsprechende Anschlusslaufzeit.

 

Stromanbieter kündigen wenn noch nie gewechselt wurde?

Der Stromkunde befindet sich noch in der Grundversorgung. Die Kündigungsfrist beträgt 14 Tage.

 

Stromanbieter kündigen wenn schon einmal gewechselt wurde?

Der Stromkunde hat einen Sondertarif und ist an die Vertragslaufzeiten gebunden. Bei Preiserhöhungen hat er ein Sonderkündigungsrecht (Preiserhöhungen müssen min. 6 Wochen vorher bekanntgegeben werden).

 

Bonuszahlung

Gibt es im Kleingedruckten Einschränkungen bezüglich der Bonuszahlungen (auch „Begrüßungsgeld“ oder „Sofortbonus“)? Neukundenbonus macht einen Vertrag oft nur im ersten Jahr günstig. Im zweiten Jahr ist der Vertrag dann oft deutlich teurer.

 

Abschläge

Die monatlichen Abschläge werden plötzlich erhöht. Rückzahlungen hingegen werden hinausgezögert. Beides sollte sich aber weiterhin am vorherigen Jahr orientieren.

 

Abschlagszahlung

Es ist klar geregelt was Versorger monatlich an Abschlägen (auch Akontozahlung, A-Conto-Zahlung, á-conto-Zahlung, Per-Conto-Zahlung) verlangen dürfen. Dabei ist der Verbrauch entscheidend. Mehr Geld als absehbar nötig abzubuchen, ist rechtswidrig (Az. 12 O 474/12). Sind die Abschläge zu hoch, sollte der Versorger aufgefordert werden, diese zu senken (Maßstab: (Vorjahresverbrauch bzw. voraussichtlicher Verbrauch + etwaige Gebühren) : 12). Weigert sich der Versorger die Abschläge (zu Unrecht hohen) zu vermindern oder erhöht sie ohne Grund, kann der Vertrag gekündigt werden. Stimmt der Versorger der Kündigung nicht zu kann auch eine Schlichtungsstelle einbezogen werden (www.schlichtungsstelle-energie.de).

 

Abrechnung

Passt die Abrechnung? Gerne werden „versehentlich“ auch falsche Zählerstände zugrunde gelegt.

 

Bonität des Stromanbieters

Wie steht es um die Bonität des Anbieters? Auskunft gibt beispielsweise der Bonitätsindex von Creditreform.

 

Zeitvariable Stromtarife

Der Preis orientiert sich an unterschiedlichen Tageszeiten (Tag-Nacht-Stromtarife). Diese Tarife lohnen sich nur selten, den Tagsüber ist der Preis relativ hoch.

 

Zahlungsweise

Am besten monatlich.

 

Vergleichsportale Stromtarife

Bei diesen Vergleichsportalen ist auf mögliche (ungünstige) Voreinstellungen zu achten. Beispielsweise dass Angebote mit hohem Einmalneukundenbonus ebenfalls weit oben im Ergebnis stehen.

www.check24.de / www.check24.de/strom/stiftung-warentest/ (Eigenständige Übernahme der Empfehlungen von Stiftung Warentest durch die Portale. Eine Kooperation besteht nicht.)

www.energieverbraucherportal.de

www.hauspilot.de

www.mut-zum-wechseln.de

www.preisvergleich.de

www.pricewise.de

www.strom-guenstiger.de

www.stromtarife.de

www.tarifvergleich.de

www.toptarif.de

www.verivox.de / www.verivox.de/stromvergleich/stiftung-warentest (Eigenständige Übernahme der Empfehlungen von Stiftung Warentest durch die Portale. Eine Kooperation besteht nicht.)

www.wechsel.de

www.wer-ist-billiger.de

 

www.test.de/strompreise-pdf

 

Stromanbieter kündigen

Je nach Vertrag wird die Kündigung in „Textform“ (E-Mail genügt) oder in „Schriftform“ (unterschriebener Brief) verlangt. Anzugeben ist Name, Adresse, Zählernummer und Kundennummer. Der neue Versorger sollte über die Kündigung ebenfalls informiert werden (Kopie des Kündigungsschreibens).

 

 

Selber Strom erzeugen

Wie kann Zuhause selbst Strom erzeugt werden?

 

Photovoltaikanlage

siehe Solar

Fahrradergometer

Wohl eher als Hobby und nicht zur ernsthaften Stromerzeugung für Daheim. Manche Fitnessstudios reduzieren aber so schon hier Energiekosten.

 

Blockheizkraftwerk (BHKW)

Blockheizkraftwerk sind Diesel-, Pflanzenöl- oder Gasmotoren die zur Wärme-/ und Stromerzeugung genutzt werden können. Aufgrund der hohen Investitionskosten lohnen sie sich erst für größere Gebäude (Mehrfamilienhäuser, Gewerbeimmobilien, …).

 

Windrad

Finanziell lohnen sich kleine Privatwindräder wohl eher nicht. Die Anschaffungskosten sind im Vergleich zum Nutzen relativ hoch. Windräder sind mehr etwas für Hobbybastler mit Schrebergarten oder bei Standorten wo es sonst keinen Netzanschluss gibt.

 

Vorteile Windrad:

– Unabhängigkeit von Stromanbietern

– Wind ist kostenlos

– „Kleinspannungsanlage“ haben keinen Vorschriftszwang

 

Nachteile Windrad:

– Ein wirtschaftlicher Betrieb ist kaum möglich.

– Die Aufstellung in Wohngebieten oder Wohngebietsnähe kann zu Problemen mit Behörden und Nachbarn führen.

– Windräder sind laut.

– Windräder sind (logischerweise) vom Wind abhängig.

– Windräder werfen Schatten

– Optimalerweise sollte das Windrad alle anderen Hindernisse um 10m überragen. Das wird aber nur selten möglich.

 

www.wind-energie.de

www.kleinwindanlagen.de

www.bundesverband-kleinwindanlagen.de

 

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