05-01_Mieten_allgemein

 
 
Allgemeines zur Miete

Hier finden Sie allgemeine Informationen zum Thema Miete.

 

Wie viele Menschen leben zur Miete?

In Deutschland leben über 50% der Menschen zur Miete.

 

Wie hoch ist die Mietbelastung im Verhältnis zum Einkommen?

Die durchschnittlich Mietbelastung beträgt etwa 15-25% des Einkommens.

 

Wie hoch ist der Anteil der Mietkosten an der Rente?

Rentner müssen durchschnittlich 1/3 ihrer Rente für die Miete aufwenden.

 

Wie hoch sind die Mieten in Deutschland?

Die durchschnittlichen Mietpreise liegen bei 2,2 €/m2.

 

Woher weiß man die durchschnittliche Miethöhe?

Die durchschnittliche Miethöhe kann häufig folgend eingesehen werden:

– Mietstatistik durch Statistische Ämter (www.destatis.de): Verbraucherpreisstatistik / Mikrozensus / Einkommens- und Verbrauchsstichproben / Gebäude- und Wohnungszählung / Wohngeldstatistik

– Mietspiegel der Kommune / Stadt (zu erfragen bei Stadt- oder Gemeindeverwaltung, Interessenvertretern von Mietern und Vermietern, spezifischen Internetportalen (z.B. www.mietspiegel.com), lokale Vereine des Deutschen Mieterbundes, Fachzeitschriften, ortsansässige Makler, …).

– Das Sozio-oekonomische Panel (SOEP)

– Daten der BulwienGesa AG bzw. Immobilienindex der Bundesbank

– Mietvertragsdatenbank der Investment Property Databank (IPD)

– Verschiedene Wohnimmobilienpreisspiegel. Beispielsweise vom Immobilienverbande Deutschland (IVD), Empirica, IDN ImmoDaten GmbH oder auch verschiedene Banken und Maklerunternehmen.

 

Definition Miete: Wie können Mieten definiert werden?

Nettokaltmiete (Grundmiete): Miete ohne Umlagen wie mieterseitige Nebenleistungen / Bewirtschaftungskosten und ohne Mehrwertsteuer. Also nur die reine Mietzahlung ohne laufende Betriebs- und Energiekosten.

 

Bruttokaltmiete: Kaltmiete einschließlich der Bewirtschaftungskosten (z.B. Aufzug, Gartenpflege, Kabelanschluss, Müllabfuhr, Versicherungen, …). Aber keine Heizungs-/ und Warmwasserkosten.

 

Bruttowarmmiete: Bruttokaltmiete einschließlich Heizungs-/ und Warmwasserkosten.

 

Brutto- und Nettomietrendite berechnen:

Kaufpreis: 100000€

+ Nebenkosten (Grunderwerbssteuer, Makler, Notar- und Grundbuchkosten): 10000€

= Investitionskosten: 110000€

 

Nettokaltmiete jährlich: 5000€

– Verwaltungskosten jährlich: 250€

– Instandhaltungskosten jährlich: 350€

= Jahresreinertrag: 4400€

 

Nettokaltmiete jährlich: 5000€

= Bruttomietrendite: 5,0%

 

Jahresreinertrag: 4400€

= Nettomietrendite 4,0%

 

Von was sind Mieten abhängig?

– Gebäudeart (Ein-, Zwei- oder Mehrfamilienhaus)

– Lage

– Sozialstruktur

– Wohnfläche und auch Nebenflächen (Abstell- und Kellerräume)

– Nebenkosten

– Ausstattung

– Zustand

– …

 

Mietangebote finden

Neben den üblichen Wegen, wie Zeitungsannoncen oder schwarzen Brettern, werden heutzutage auch viele Mietangebote im Internet veröffentlicht:

www.immobilien.de

www.immobilienscout24.de

www.immonet.de

www.immopool.de

www.immowelt.de

www.kalaydo.de

www.quoka.de

www.studenten-wg.de

www.univillage.de

www.vierwaende.de

www.wg-gesucht.de

www.wohnenmietenkaufen.de

www.wohngemeinschaft.de

www.wohnungsboerse.net

www.wunschimmo.de

 

Seit einiger Zeit bieten Dienstleister im Internet auch Hilfe bei der Mietersuche an. Diese sind meist günstiger als Immobilienmakler. Einiger dieser Webdienstleister sind wie eine Art Partnerbörse um Mieter und Vermieter zusammenzubringen. Andere arbeiten mit Maklern zusammen. Für Mieter ist das meist kostenlos. Vermieter haben hingegen eine Provision zu entrichten (wenige bis einige hundert Euro). Die Kosten für die Mietersuche sind steuerlich absetzbar!

www.devepo.de

www.domiando.de

www.faceyourbase.de

www.homey.de

www.immodelfin.de

www.immomio.de

www.lifelife.io

www.mietercasting.de

www.moovin.de

www.nachmieter.de

www.ohne-makler.net

www.vendomo.de

www.vermietster.de

www.wunderagent.de

 

Mieter als Vermieter finden

Was muss von Vermietern bei der Mietersuche als erledigt werden?

 

1. Die Miete festlegen. Nicht zu vergessen sind die Betriebskosten und evtl. die Mietpreisbremse.

2. Einen Energieausweis besorgen.

3. Beschreibung der Immobilie (Exposé bzw. Inserat). Dazu gehört Miete (kalt bzw. warm), Nebenkosten / Betriebskosten, Energieausweis, Zimmeranzahl, Größe, Ausstattung, erwähnenswerte Besonderheiten, Grundriss, Fotos, evtl. Stellplatz- oder Garagenmiete, Kautionshöhe, Umgebung (Einkaufsmöglichkeiten, Schulen, öffentliche Verkehrsmittel, …), Unterlagen welche die Bewerber vorlegen sollen und Sonstiges.

4. Anzeigen schalten. Beispielsweise Internet, Zeitungen, Anzeigeblätter, schwarze Bretter, Intranet des Arbeitgebers, Makler, …. Wie sieht es mit Wohnungsgesuchen aus?

5. Besichtigungstermine planen. Mieter müssen dann 1x pro Woche Zugang gewähren. In Ausnahmefällen ist auch ein weiterer Termin pro Monat möglich (LG Kiel, WuM 1993, S. 52).

6. Mietercheck durchführen.

7. Mietvertrag aufsetzen. Möglichst aktueller gesetzlicher Stand.

8. Übergabeprotokoll.

9. Seit dem 01.11.2015 besteht einen Meldepflicht (§ 19 Bundesmeldegesetz). Vermieter oder Hauptmieter sind verpflichtet ihre Mieter innerhalb von 2 Wochen anzumelden (schriftliche oder elektronische Meldebestätigung, siehe Formular „Wohnungsgeberbestätigung gemäß § 19 Bundesmeldegesetz“ im Internet). Das beinhaltet den Mietername, Vermietername, Wohnungsanschrift, Anschrift des Wohnungsgebers und Einzugsdatum / Auszugsdatum. Ansonsten werden Geldbußen von bis zu 1000€ riskiert.

 

Was gehört in eine Mietannonce / Mietanzeige?

– Größe der Immobilie.

– Anzahl der Zimmer.

– Zustand der Immobilie.

– Höhe der Kaltmiete.

– Höhe der Neben- und Betriebskosten sowie Energieausweis.

– Möglicher Einzugstermin.

– Beschreibung der Einrichtung / Möbelierung.

– Beschreibung der Umgebung.

– Besondere Vorzüge wie Aufzug, Barrierefreiheit, ….

 

 

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