01-10_Handwerker

 
 
Handwerker

 

Beauftragung von Handwerkern

1. Immer min. 3 Angebote einholen.

2. Sich auf der Baustelle häufig sehen lassen. Bautagebuch mit Fotos / Videos führen.

3. Stunden selber mitprotokollieren.

4. Getränke / Snacks anbieten.

5. Abklären ob es einen Rabatt gibt wenn man selber mithilft.

6. Skonto / Rabatt bei prompter Zahlung?

7. Sich immer bestätigen lassen, dass es keine Bedenken gegen die Art der Ausführung gibt.

8. Haben die Handwerker alle Planungsunterlagen?

9. Wird Abfall und Bauschutt regelmäßig entsorgt? Die Baustelle sollte immer möglichst aufgeräumt sein.

10. Verträge: Die Gewährleistung liegt bei Werkverträgen bei 2 Jahren, bei Bauwerken sind es 5 Jahre (Link).

 

Handwerker im Internet finden

Viele Handwerker bieten ihre Dienst inzwischen auch im Internet an. Dabei gilt es aber einige Punkte zu beachten.

– Die auszuführenden Arbeiten zu detailliert wie möglich beschreiben. Vorzugsweise mit Fotos.

– Die Auktionen immer im Auge behalten. Zustande gekommene Zuschläge sind bindend! Der gleiche Auftrag sollte auch nicht in verschiedenen Portalen ausgeschrieben werden. Es besteht dann die Gefahr, dass der Auftrag mehrmals vergeben wird.

– Auftrag immer mit Rechnung. So kann man sich die Gewährleistungsansprüche sichern und die Leistungen von der Steuer absetzten.

 

Handwerker-Portale:

www.auftrago.de

www.blauarbeit.de

www.jobdoo.de

www.kaeuferportal.de

www.myhammer.de

www.quotatis.de

www.undertool.de

www.work5.de

 

Unerlaubte Posten bei Handwerkerrechnungen

Folgend eine Übersicht über unerlaubte Posten in Handwerkerrechnungen:

 

– Barzahlungen dürfen nicht verpflichtend sein. Als Auftraggeber ist zu beachten, dass Barzahlungen nicht steuerlich abgesetzt werden können.

 

– Der Stundensatz muss „ortsüblich“ sein. Diese können beispielsweise bei Handwerksinnungen erfragt oder mit anderen Handwerksbetrieben verglichen werden.

 

– Pausen dürfen nicht als Arbeitszeit abgerechnet werden.

 

– Arbeitszeiten dürfen um etwa 5min. aufgerundet werden. Eine halbe Stunde auf eine Stunde aufzurunden ist allerdings nicht zulässig (Az. 12 O 292/87).

 

– Zuschläge für Nachtarbeit oder Wochenende sind erlaubt (je nach Branche 50-70%). Allerdings nur für Arbeits- und Wegezeiten. Materialkosten sind immer gleich abzurechnen.

 

– Für die Fahrzeugkosten (Anschaffung und Unterhaltung) darf eine Pauschale berechnet werden (Az. X ZR 63/90). Über diese Kosten darf aber auf jeden Fall verhandelt werden.

 

– Die Fahrtzeit für eine Hin-  und Rückfahrt zu berechnen ist in Ordnung („Fahrtzeiten sind Arbeitszeiten“, etwa 10% Abschlag zur normalen Arbeitszeit sind üblich aber nicht festgeschrieben). Mehr aber nicht (z.B. ein Werkzeug oder Ersatzteil wurde „vergessen“).

 

– Geht ein Werkzeug kaputt, darf das nicht dem Kunden in Rechnung gestellt werden (Az. 9 U 143/97).

 

– In Rechnung gestelltes Spezialgerät ist in Ordnung.

 

– Werden die veranschlagten Kosten überschritten (ab etwa 15-20%), muss der Kunden schon während den Arbeiten informiert werden.

 

Abnahmeprotokoll

– Datum, Ort, Namen der Teilnehmer

– Gewerk und dazugehörige Vertragsnummer

– Termine

– Übergabe von Unterlagen bzw. Schlüsseln

– Evtl. Mängel und Vereinbarungen für Mängelbeseitigung

– Ausdrückliche Erklärung oder Verweigerung der Abnahme

– Gewährleistungsdauer

– Unterschriften

 

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