02-07_Fundament_Keller_Bodenplatte

 
 
Fundament / Keller / Bodenplatte

Was ist bei Erdarbeiten zu beachten?

 

Keller

Keller – ja oder nein? Eine Alternative könnte auch ein Schuppen im Garten sein.

www.kellerbau.info

 

Kellerarten

Was für Typen von Kellern gibt es?

 

Nutzkeller:

Nutzkeller sind relativ kostengünstig. Eine Dämmung / Heizung ist nicht notwendig, niedrigere Raumhöhen sind denkbar und auf Fenster kann evtl. verzichtet werden. Durch die Bauordnung sind auch weniger Vorschriften einzuhalten. Ein Nutzkeller zählt allerdings nicht zur Bruttogeschossfläche.

 

Wohnkeller:

Mit einem Wohnkeller kann der Baugrund deutlich effizienter genutzt werden. Außerdem bestehen Finanzierungsvorteile durch Förderung und Vermietung. Allerdings gilt es bauliche Vorrausetzungen wie Dämmung / Trocken / Heizung / Mindestraumhöhe / natürliches Licht einzuhalten.

 

 

Vorteile Keller

– Mehr Nutzräume (Lager, Sauna- und Fitnessbereich, …).

– Bei schlechtem Baugrund muss die Fundamentierung sowieso tiefgründiger sein.

– Höherer Wiederverkaufswert (etwa 1/3 höher).

– Eigenleistung möglich.

– Unterbringung der Haustechnik (Bei modernen Systemen nicht mehr unbedingt notwendig. Diese brauchen relativ wenig Platz und können auch in einem kleinen Raum oder unter der Dachschräge installiert werden.). Wird sowieso ein Öltank- oder Heizungsraum / Pelletslagerraum benötigt?

 

Nachteile Keller

– Höhere Kosten.

– Je nach Baugrund (hoher Grundwasserstand, Schichtwasser in Hanglage, felsigem Untergrund, …) kann es sehr teuer werden.

 

→ Sorgfältig abwägen! Ein nachträglicher Kellerbau steht in keinem Verhältnis zum Aufwand.

 

Qualitätssiegel von Kellern

– „Gütegemeinschaft Fertigkeller e.V.“ (GÜF)

– RAL-Gütezeichen für Fertigkeller (Auszeichnung für Unternehmen)

 

Fertigkeller

www.buerkle-fertigkeller.de

www.glatthaar.com

www.knecht.de

www.mb-keller.de

www.partnerbau.de

 

Kosten Erdarbeiten / Bodenplatte / Keller

Da das Fundament sowieso in frostsichere Tiefe muss, ist die Baugrube in großen Teilen sowieso schon vorhanden.

 

Kosten Erarbeiten

Schwer zu sagen: 90m2 etwa 10000-15000€, 1m2 = 111-166€

 

Kosten Bodenplatte

7500-20000€

Etwa 190€/m2

 

Bodenplatte = Oberkante Kellerdecke

Preise von Fertighausunternehmen sind meistens ab Oberkante Kellerdecke (ab O.K.) angegeben. Wer die Arbeit übernimmt (Fertighausunternehmen oder Subunternehmen) kann selber entschieden werden. Oftmals wird ein Subunternehmen engagiert.

 

Kosten Keller

25000-50000€

ca. 380€/m2 Funktionskeller / Nutzkeller, ca. 450€/m2 Wohnkeller

ca. 200-400€/m2

 

Um Kosten zu sparen könnte erst einmal ein Rohbaukeller gebaut werden. Steht später wieder Geld zur Verfügung, können nachträglich Zwischenwänden, Anstrich, Estrich und Bodenbelägen verbaut werden.

 

Erdarbeiten

Vorbereitung der Erdarbeiten

– Zuerst einmal muss ein Handwerksbetrieb gefunden werden. Erdarbeiten, Beton- und Mauerarbeiten sowie die Abdichtung des Kellers übernimmt meist ein Handwerksbetrieb im Paket.

 

– Sich schriftlich bestätigen lassen, dass es keine Bedenken gegen die Art der Ausführung bestehen.

 

– Vor dem Aushub muss abgeklärt werden, ob Versorgungsleitungen auf dem Grundstück liegen. Diese könnten bei den Erdarbeiten beschädigt werden. Deshalb eine Anfrage bei den Versorgungsunternehmen stellen.

 

– Sollten die Grund- und Versorgungsleitungen schon vor dem Fundament verlegt werden, sollten diese vom Bauleiter bzw. Tiefbauamt kontrolliert und abgenommen werden.

 

– Wurde ein Baugrundgutachten erstellt? Wenn nicht kann es zu teuren Überraschungen kommen (Fels, wasserführende Schichten, …).

 

– Grenzen bestehende Gebäude an die Baugrube an? Wenn ja, ist zu kontrollieren ob unterfangen werden müssen. Sonst sind Setzungsschäden möglich.

 

– Grobabsteckung des Gebäudes durch das Vermessungsbüro / Vermessungsingenieur. So wird gewährleistet, dass das Fundament an die richtige Stelle gesetzt wird.

 

– Als erstes erfolgt die Grobplanie. Vorher ist abzuklären wo der wertvolle Humusboden zur späteren Wiederverwendung (Pflanzschicht für den Garten) gelagert werden kann (vorzugsweise auf dem eigenen Grundstück). Das gleiche gilt für den Bodenaushub mit dem später die Arbeitsräume wieder aufgefüllt werden sollen.

 

– Abnahme des Fundaments und Bewehrung durch Architekten, Bauleiter oder Statiker.

 

– Soll später noch angebaut werden (z.B. Garage oder Wintergarten)? Dann ist es wohl wirtschaftlicher gleich das Fundament mitanzulegen.

 

– Die Baugrube absichern!

 

Eigenleistung beim Keller

Manche Bauunternehmen bieten Bauherren an selber mitanzupacken. Beispielsweise:

 

– Handlanger während der Erdarbeiten. Das spart etwa 1800-2000€. Trotzdem hat man die volle Gewährleistung.

 

– Die Perimeterdämmung selber anbringen. Die Perimeterdämmung ist die Dämmung des Kellers gegen das umliegende Erdreich. Das Ganze ist relativ einfach und ergibt ein Einsparpotenzial von ca. 1200-1800€.

 

Kellerwände

– Bestehen entweder aus Fertigbeton, Betonschalungssteinen oder in Ziegelbauweise. Empfohlen wird eine Außenisolierung gegen Feuchtigkeit.

 

– Es gibt auch Fertigkeller, ähnlich einem Fertighaus.

 

– Wärmedämmung der Kelleraußenwände (Art, Material, Dicke, Wärmeleitgruppe) anbringen.

 

– Ausführung der Lichtschächte (z.B. massiv, Kunststoff) festlegen.

 

Nacharbeiten

– Bei starker Sonneneinstrahlung muss die Oberfläche regelmäßig genässt werden, damit keine Risse entstehen.

 

– Ist die Oberkante des Fundaments in der richtigen Höhe? Am besten an mehreren Stellen prüfen.

 

– Entsorgung von Abfall / Bauschutt.

 

Baumängel

Wird der Baufortschrift von einem Sachverständigen kontrolliert, steht seine zweite Baustellenbegehung vor dem Verfüllen der Baugrube an.

 

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