04-06-10_Fernseher

 
 
Fernseher

Einen Fernseher auswählen und kaufen.

Größe des Fernsehers

Welche Displaygröße der Fernseher haben soll hängt vor allem von Raumgröße und dem Sitzabstand ab. Es kann in etwa davon ausgegangen werden, dass Abstand etwa das 2,5-3,0fache der Bilddiagonale betragen sollte. Bei 3D-Filmen sogar noch etwas weniger. Bei einem Einmeter-Bildschirm (40 bis 42 Zoll, die heute wohl üblichsten Displaygrößen.) ist der optimale Sitzabstand also etwa 2,5-3m.

Ein Zoll entspricht 2,54 cm. Ein 15-Zoll-Bildschirm hat beispielsweise eine Bilddiagonale von 38,1cm, ein 19-Zoll-Bildschirm = 48,26cm oder ein 40-Zoll-Bildschirm = 101,6cm.

 

Auflösung von Fernsehern

Bei der Auflösung sollte die absolute Untergrenze Full HD mit 1920 x 1080 Pixeln darstellen. Ultra-hochauflösende Displays (UHD) bieten etwa 8,3 Millionen Pixel. Etwa 4x so viel wie HD-Geräte. UHD-Bildmaterial gibt es bisher relativ selten. Am ehesten noch bei Online-Streamingdiensten. Seit April 2016 gibt es auch die ersten UHD-Blu-ray Player zu kaufen. Die entsprechenden UHD-Discs sind an ihren schwarzen Hüllen zu erkennen (nicht mehr blau wie die normalen Blu-ray-Discs). Laien sehen zwischen Full HD und UHD fast keinen Unterschied. Erst gepaart mit der Bildverbesserungstechnik HDR (High Dynamic Range, besonders großer Kontrastumfang) ist ein bemerkbarer Qualitätsgewinn feststellbar. Nachteilig bei UHD ist der höhere Stromverbrauch.

 

LCD oder Plasma Fernseher

Nachdem es keine neuen Röhrenfernseher mehr gibt, haben neue Fernseher entweder LCD oder Plasma Bildschirme. Die Frage LCD oder Plasma stellt sich erst bei Geräten ab 37 Zoll Bilddiagonale (94 cm) und ist letzten Endes Geschmackssache bzw. Anwendungsabhängig. Denn die Qualität eines Fernsehers ist jeweils vom einzelnen Modell abhängt. Welche Technik besser ist kann also nicht pauschal beantwortet werden.

 

Plasma Bildschirme

Vorteile Plasmas:

– Blickwinkelunabhängig (Darstellung von der Seite noch brillant. Gut bei mehreren Zuschauern (Großfamilie). LCDs haben aber aufgeholt.)

– Farben sehen natürlicher aus.

– Meist bessere Reaktionszeit als LCDs.

 

Nachteile Plasmas:

– Höherer Stromverbrauch (wenig Verbrauch bei dunklen Sequenzen, viel bei hellen Sequenzen).

– Einbrennproblem: Länger gezeigte Motive (Standbilder, Bildschirmmenüs, Spielstände bei Videospielen, …) können auf manchen Plasmas Schattenbilder hinterlassen. Manchmal können sich Bilder sogar einbrennen (allerdings extrem selten).

– Leichtes Flirren möglich.

 

→ Plasmas sind besser für Filme in abgedunkelten Räumen.

 

LCD (Flüssigkristallanzeige) Bildschirme

Früher sorgten Leuchtstoffröhren für Licht. Neue Geräte verwenden LED. LED-Backlight  ist qualitativ besser, stromsparender aber auch etwas teurer.

 

Vorteile LCDs:

– Größere Auswahl an LCD-Fernsehern.

– Strahlendere Bilder als Plasmas (in hellen Räumen ein Vorteil).

– Geringerer Stromverbrauch (bei hellen Sequenzen sparsamer als Plasmas).

– Oft billiger als vergleichbare Plasmas.

– Unempfindlicher gegenüber wechselnden Lichtverhältnissen.

 

Nachteile LCDs:

– Blickwinkelabhängig (Schlechte Darstellung von seitlichem Blickwinkel).

– Reaktionszeit.

 

→ LCDs sind besser für Filme in hellen Räumen.

 

Stromverbrauch von Fernsehern

Wie hoch ist der Stromverbrauch des Fernsehers? Das Energie-Label hat dafür eine gewisse Aussagekraft.

 

Energie-Label

Energieeffizienzklasse: A die beste Klasse (niedriger Bedarf) und G die schlechteste (hoher Bedarf)

 

Anschlüsse von Fernsehern

Welche Anschlüsse sollten an TV-Geräten vorhanden sein?

 

 

– Empfangsanschlüsse von Fernsehern: DVB-S / DVB-C / DVB-T Tuner (siehe auch TV-Empfangswege). Triple Tuner sind mittlerweile fast Standard für den Empfang von Satellit, Kabel oder Antenne.

 

– Sat-Empfänger: In modernen Fernsehern sind Sat-Empfänger bereits eingebaut. Externe Geräte bieten aber mitunter mehr Funktionen  (z.B. Netzwerkanschluss, Sendungen aufzeichnen, Twin Tuner (Doppelempfänger), …). Für den HD-Empfang der Privatsender wird eine HD+-Karte benötigt. Dies ist bei vielen Sat-Empfänger schon enthalten (6 bzw. 12 Monate freigeschaltet. Nach der Probezeit fallen etwa 60€ Gebühren an.).

 

– 2-3 HDMI-Anschlüsse: Diese werden benötigt für DVD- oder Blu-ray Player, PC / Laptop, Receiver, Spielkonsole, Digitalkamera, Smartphone

 

– 2-3 USB-Anschlüsse: Für externe Festplatten, USB-Sticks

 

– 1x DVI: PC / Laptop

 

– CI / CI+: Für Pay-TV bzw. HD+-Karte

 

– Netzwerkanschluss (Ethernet): Zugriff aufs LAN bzw. Internet

 

– Analoge Anschlüsse bei älteren Geräten (SCART, VGA, …)

 

– Bluetooth

 

– Kartenleser

 

– WLAN integriert / optional

 

– DisplayPort

 

Smart-TV Funktionen

Moderne Fernseher haben diverse Zusatzfunktionen. Diese werden als Smart-TV bezeichnet.

 

HbbTV

Mit HbbTV können über das Internet Videodienste wie Maxdome oder YouTube genutzt, Apps installiert, Firmwareupdates runtergeladen und bei manchen Fernsehern auch Videotelefonie durchgeführt werden.

 

Filme / Musik / Bilder

Moderne Fernseher können auch Filme, Musik und Bilder wiedergeben. Beispielsweise über einen USB-Stick. Beim Fernsehkauf ist darauf zu achten, welche Formate der Fernseher wiedergeben kann.

 

Videotext

Der Speicher des Videotextes sollte min. 1000 Seiten haben.

 

EPG

Eine elektronische Programmzeitschrift

 

Sonstiges Smart-TV

• Gesichtserkennung

• Gestensteuerung

• Integrierte Kamera

• Internetbrowser

• Smartphonesteuerung

• Sprachsteuerung

• Wi-Fi Direct

• …

 

Smart-TV-Betriebssystem

• Android TV

• Firefox OS

• Tizen

• WebOS

 

Zusatzfunktionen von Fernsehern

– Zweiter Tuner (Twin Tuner): Mit einem zweiten eingebauten Tuner kann ein Programm aufgenommen und ein anderes angeschaut werden.

 

– Curved-Design: Das sind gebogene Bildschirme. Sieht relativ chic aus. Auf die Bildqualität hat das aber keinen Einfluss. Durch Reflexionen des Umgebungslichts kann es sogar zu Irritationen kommen. Das Bild kann allerdings tiefer (fast räumlich) und größer erscheinen.

 

– Touchsteuerung

 

– USB-Recording: Mit einer angeschlossen externen Festplatten können Videoaufzeichnungen gemacht werden.

 

– 4k-Upscaling (Ultra-HD-Auflösung mit 3840 x 2160 Pixel, entspricht 8 Megapixeln. 8k sind 7680 x 4320 Pixel)

 

– Ambilight: Nur bei Philips-Fernsehern. Dabei sind seitlich LEDs eingebaut. Diese beleuchten das Umfeld des Fernsehers in dynamischen Farben, welche zu dem angezeigten TV-Bild passen.

 

– Audio-Rückkanal

 

– DVD-Laufwerk / Blu-ray-Laufwerk

 

– Dockingstation

 

– Gewölbtes Display

 

– HDCP 2.2

 

– HEVC/H

 

– Integrierte Festplatte

 

– LED-Backlight

 

– Media-Player

 

– Media-Streaming

 

– MHL-Unterstützung

 

– Miracast

 

– NFC

 

– PVR-Funktion

 

– SAT>IP Client

 

– SAT>IP Server

 

– WiDi

 

– …

 

3D-Funktion

Um 3D Filme anschauen zu können muss der Fernseher auch über eine 3D-Funktion verfügen (3D-ready). Das Angebot zu 3D-Fernsehprogrammen ist noch relativ gering. Zu beachten bei 3D ist, dass die Augen schneller ermüden. Auch ist es nicht für Kinder (besonders unter 10 Jahren) geeignet. Andernfalls können bleibende Probleme beim räumlichen Sehen entstehen. Möchte man als Erwachsener nicht auf 3D verzichten, dann auf einem möglichst großen Fernseher und mit einer passiven 3D-Technik (z.B. Polarisationstechnik).

 

3D-Techniken

– Polarisationstechnik: Dafür werden günstige Polfilterbrillen wie im Kino benötigt.

– Shuttertechnik: Shutterbrillen sind teurer als Polfilterbrillen und es kann zu leichtem Flimmern kommen.

– Manche Hersteller haben auch 3D-Techniken ohne Brille

 

Ton / Sound von Fernsehern

Die Bildqualität von Fernsehern wurde in den letzten Jahren immer besser. Zuerst HD ready, dann Full HD und jetzt UHD. Aber da die Fernseher immer dünner werden, werden auch die Lautsprecher immer kleiner. Die eingebauten Lautsprecher sind einfach zu klein für einen guten Sound. Es fehlt ihnen der Körper für druckvolle Bässe. Deswegen gibt es in den letzten Jahren auch die Tendenz, dass sich die Tonqualität verschlechtert. Trotz alledem gibt es zwischen verschiedenen Fernsehmodellen deutliche Unterschiede.

 

Wer einen wirklich guten Sound haben möchte, benötigt separate Lautsprecher. Mit Soundbars oder Soundplates ist das Filmerlebnis schon deutlich besser als mit dem Fernseher allein. Möchte man allerdings rundum einen guten und satten Ton kommt man an einer Stereo- oder Surround Anlage fast nicht mehr herum. Heimkinoanlagen verfügen dabei über 5 Lautsprechern (Satelliten) plus einer Bassbox (Subwoofer). Dabei ist zu beachten, dass die Aussage „Je größer der Lautsprecher, desto besser der Klang“ nicht zwingend stimmt. Kleinere Boxen können auch einen sehr guten Klang haben.

 

Tests von Fernsehern

Der Produktzyklus liegt bei Fernsehern bei etwa 6 Monaten. Aktuelle Tests sind zu finden unter:

www.testberichte.de

www.alatest.de

Tests von Fachzeitschriften

 

Preis von Fernsehern

Die meisten Menschen geben für einen Fernseher nicht mehr als 1000€ aus. Die Aussage „Wer mehr zahlt, bekommt auch mehr“ stimmt bei Fernsehern aber überwiegend.

 

Preisvergleich Fernseher

www.flachbildfernseher24.de

www.idealo.de

Sonstige Preisvergleichsportale

 

Eilt der Kauf nicht kann man bei machen Internetseiten auch einen Watcher setzen. Ist der Wunschpreis erreicht, wird man automatisch per E-Mail benachrichtigt.

 

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