02-12_Fenster

 
 
Fenster

Übersicht zu Fenstern und Rollläden. Dämmung / Widerstandsklasse / Kennzahlen / Fensterarten / Fensterverglasungen / Fenstermontage / Sonnenschutz / …

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Übersicht Fenster

Spartipp

Oft muss sich nicht jedes Fenster öffnen lassen. Eine Festverglasung ist günstiger als ein Fensterflügel.

 

Gütesiegel von Fenstern

– RAL

– ift-Rosenheim

 

Fensterfläche / Fenstergröße

Eine Faustformel sagt, dass die Fensterfront ca. 20% der Raumfläche betragen sollte. Die DIN legt fest, dass ein Raum ausreichend beleuchtet ist wenn in halber Raumtiefe 0,9% des Tageslichts ankommen. Dies wird allerdings oftmals als zu wenig angesehen. In Wohnräumen werden 3-5% empfohlen. In häufig genutzten Bereichen sogar 5-10% Tageslicht.

 

Kennzahlen von Fenstern

U-Wert (je kleiner desto besser die Dämmung)

Uw: Dämmwert des kompletten Fensters

Uf: Dämmwert des Rahmens

Ug: Dämmwert des Fensterglases

g-Wert: % der Sonnenstrahlung die durch das Glas kommt

RW in Dezibel (dB): Schalldämmung

 

Fensterdämmung

– Fenster mit wenig Rahmen sind energieeffizienter.

– Auch das Glas entscheidet über die Wärmedämmwerte. Üblich sind Zweischeiben-Wärmeschutzverglasungen. Moderner sind Dreischeiben-Verglasungen. Diese sind vor allem auf der Nordseite sinnvoll. Sie dämmen besser aber auch keine so guten Solarwärmegewinne (g-Wert).

– U-Werte 0,6-0,7 W(m2K) gut. Nach EnEV min. 1,0-1,1 W(m2K). Für eine KfW-Förderung sind min. 0,95 W(m2K) gefordert. Das ist nur mit Dreifachfenstern zu erreichen. Nachteile: Schwerer, weniger Sonnenenergie kommt durch das Fenster (g-Wert).

Gute Dreifachgläser: 0,6g (60%), Zweifachgläser sollten min. 0,65g. Je höher der g-Wert, desto mehr Energie dringt durchs Glas.

Der g-Wert sollte bei einer Zweifach-Verglasungen min. 62% betragen. Bei einer Dreifach-Verglasungen min. 55%. Je besser der g-Wert, desto geringer ist leider auch der Lichteinfall.

 

Energieernte bei einer Ausrichtung nach Süden: Etwa 250 Kilowatt m2 / Jahr. Das entspricht etwa 25l Öl oder 25m3 Gas.

 

Fensterverglasungen im Überblick

Einfachverglasung:

– Eine einfache Scheibe.

– Wärmeschutz: Uw-Wert ca. 5,0 W/m²K.

– Anwendung nur in unbeheizten Bereichen.

 

Doppelverglasung:

– Zwei einfach verglaste Fensterflügel.

– Wärmeschutz nicht mehr zeitgemäß.

 

Zweischeiben-Isolierverglasung:

– Zwei Scheiben mit einem Abstand von 1-2mm hintereinander verbaut. Zwischenraum ist mit Luft gefüllt.

– Wärmeschutz: Uw-Wert ca. 3,0 W/m²K.

– Anwendung seit den 70er Jahren.

 

Zweischeiben-Wärmeschutzverglasung:

– Wie Zweischeiben-Isolierverglasung. Der Zwischenraum ist aber nicht mit Luft gefüllt sondern mit Edelgas (Argon, Xenon, Krypton). Dadurch bessere Isolierwirkung.

– Spezialbeschichtung für Sonnenstrahlen („Wärmefunktionsschicht“).

– Wärmeschutz: Uw-Wert ca. 1,3 W/m²K.

 

Dreischeiben-Wärmeschutzverglasung:

– Drei Scheiben hintereinander verbaut. Beide Zwischenräume sind mit Edelgas gefüllt.

– Wärmeschutz: Uw-Wert ca. 0,9 W/m²K.

 

Sicherheitsstufen von Fenstern

Je höher die Sicherheitsstufe desto etwa 50-70€ mehr für das Fenster. Sinnvollerweise wird die Sicherheitsstufe bei Fenster zur Straße geringer wählen als zum toten Wickel hinter dem Haus. Je höher die Sicherheitsstufe desto schwerer das Fenster. Als mindestens Widerstandsklasse empfiehlt sich RC 2 (alt WK 2).

 

Arten von Fensterrahmen

Kunststoff Fensterrahmen

Vorteile:

– Pflegeleichte

– Günstig

– Guter Wärme- und Schallschutz

– Viele Farbgestaltungen möglich

 

Nachteile:

– Kann über die Jahre vergilben

– Reparaturen sind aufwendig

 

Holz Fensterrahmen

Vorteile:

– Hohe Festigkeit

– Gute Wärmedämmung

– Ansprechende Optik

– Meist günstig

– Ökologisch

 

Nachteile:

– Muss alle paar Jahre gestrichen werden (etwa 7-10 Jahre)

– Holzschutzmittel können Schadstoffe enthalten

 

Aluminium Fensterrahmen

Vorteile:

– Hohe Festigkeit

– Wartungsfreiheit

 

Holz-Aluminium Fensterrahmen

Das Holz wird außen durch ein durchgehendes Aluminiumprofil vollständig abgedeckt. So werden die Vorteile von Holz und Aluminium kombiniert.

 

Vorteile:

– Witterungsbeständigkeit

 

Nachteile:

– Teurer als Holz oder Aluminium

 

Kunststoff-Aluminium Fensterrahmen

Vorteile:

– Witterungsbeständigkeit

– Pflegeleichte

– Viele Farbgestaltungen möglich

 

Prüfung der Fenstermontage

– Fensterrahmen rundum wind- und dampfdicht?

 

– Keine Kratzer?

 

– Feuchtigkeit oder Schmutz im Scheibenzwischenraum?

 

– Funktionstest aller Fenster

 

– Wurden die Vorgaben umgesetzt (Fensteraufteilung, Öffnungsrichtung, Öffnungsart, …)

 

– Unterlagen zu den verwendeten Gläsern erhalten (Schallschutz (es gibt 6 Klassen, wobei 1 am schlechtesten ist), Wärmeschutz, Licht-Durchlassgrad, Sicherheitsstandard)?

 

– Sind alle Räume zwischen Fenster und Mauerwerk ausgeschäumt bzw. ausgestopft?

 

– Sind die Fenster waagerecht eingebaut (Wasserwaage)?

 

Rollladen – Prüfung nach Montage

– Funktionstest

 

– Ist der Rollladenkasten und die Revisionsklappe wärmegedämmt (U-Wert)?

 

– Sind die einzelnen Lamellen eines Holzrollladens astfrei?

 

– Sind alle Gurtwickler auf gleicher Höhe angebracht?

 

– Können elektrische Rollläden bei einem Stromausfall oder Defekt trotzdem noch manuell bewegt werden?

 

– Haben die Lamellen zwischen den Rollladenführungsschienen ein zu großes Spiel, klappert es bei Wind?

 

– Einbruchsicherung vorhanden? Die Lamellen dürfen im geschlossenen Zustand nicht hocheschoben werden können.

 

Was kosten Rollläden? Wie lange sind Rollläden haltbar?

Kunststoff: Ca. 200€/m2, Haltbarkeit 10-15 Jahre.

Aluminium: Besser als Kunststoff aber auch etwa 30€/m2 teurer

 

Elektrische Rollläden: Der Motor kostet etwa 120€ in jedem Zimmer.

 

Wie lange dauert die Installation von Rollläden?

Ein Einfamilienhaus ist etwa in 1-2 Tagen fertig.

 

Sonnenschutz – Prüfung nach Montage

– Funktionsprüfung ok?

 

– Kann das elektrisch betrieben Sonnenschutzsystem bei einem Stromausfall oder Defekt trotzdem noch manuell bewegt werden?

 

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