03-05_Denkmal

 
 
Denkmal

Manche Immobilien stehen unter Denkmalschutz. Sowohl Grundstücke (Bodendenkmäler) als auch Gebäude (Baudenkmäler). Das bringt als Eigentümer einige Vorteile, aber auch einige Verpflichtungen mit sich.

 

Vorteile von Denkmälern

– Steuerliche Vergünstigungen wenn sie zuvor von der Denkmalschutzbehörde genehmigt worden sind. Eine steuerrechtliche Vorabbescheinigung muss immer vor Sanierungsbeginn beantragt werden! Nachträglich dürfen keine ausgestellt werden.

– Günstige Finanzierungsalternativen.

– Oft zentrale / beliebte Lage.

– Meist Unikate.

 

Nachteile von Denkmälern

– Bauliche Arbeiten müssen immer mit der Denkmalschutzbehörde abklärt werden. Das schränkt Eigentümer massiv ein.

– Nicht alles ist absetzbar (z.B. Zu- und Anbauten, Garten, …).

– Oftmals hohe Sanierungskosten.

– Sind meist sehr teuer im Kauf.

– Oft ist die Bausubstanz schlechter als erwartet.

 

Steuervergünstigungen bei Baudenkmälern

Denkmalgeschützte Objekte werden steuerlich besonders vorteilhaft behandelt. Vor allem Gutverdienende profitieren davon.

 

Steuervorteile von Denkmälern bei Eigennutzung

Steuerbegünstigung für zu eigenen Wohnzwecken genutzte Baudenkmale. Wird das Baudenkmal selbst genutzt, können 90% der gesamten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abgesetzt werden. Das Ganze über 10 Jahre mit jährlich 9%.

 

Absetzung als Sonderausgaben 10 Jahre lang mit jährlich 9% (90% über 10 Jahre):

– Nachträgliche Herstellungskosten (§ 10f Abs.1 EStG)

– Erhaltungsaufwand (§ 10f Abs. 2 EStG)

 

Steuervorteile von Denkmälern bei Erwerb als Kapitalanlage

– Nachträgliche Herstellungskosten (§ 7i EStG, erhöhte Absetzung für Abnutzung, 8 Jahre x 9% und 4 Jahre x 7% → 100% über 12 Jahre)

Durch die Denkmalschutz-Abschreibung können Kapitalanleger 100% der Instandhaltungs- bzw. Modernisierungskosten in den ersten 12 Jahren von der Einkommensteuer absetzen. In den ersten 8 Jahre 9% und folgenden 4 Jahren 7%.

 

– Erhaltungsaufwand (§ 11b EStG, Verteilung auf 5 Jahre möglich)

Sonderbehandlung von Erhaltungsaufwand bei Baudenkmälern. Der Aufwand zur Erhaltung kann in voller Höhe als Werbungskosten bzw. Betriebsausgaben abgezogen werden.

 

Baudenkmal als Liebhaberei

– Nachträgliche Herstellungskosten (§ 10 EStG Sonderausgaben 10 Jahre x 9%)

 

Vererbung von Baudenkmälern

Steuerfreie Vererbung an Ehepartner / eingetragener Lebenspartner / Kind. Der Erbe muss allerdings min. zehn Jahre lang selbst darin wohnen und das Objekt darf nicht verkauft oder vermietet werden.

 

Fazit

Baudenkmäler sind oft überteuert und sollten niemals nur aufgrund der Steuerersparnisse gekauft werden. Das führt meist zu finanziellen Enttäuschungen, da die Rendite nur selten hoch ist. Der Kauf eines Baudenkmals sollte deshalb auch immer eine „Herzensangelegenheit“ sein.

 

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