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Dach

Alles rund ums Dach – Dachformen / Dachstühle / Ziegelarten / Dachdeckungen / Dachgauben / Dachrinnen.

 

Links

www.ziegeldach.de

www.dachdecker.com

www.daemmen-und-sanieren.de

 

Was kostet ein Dach?

Etwa ca. 20 bis 50 Euro/m2 für eine Neueindeckung. Die Personalkosten für Dachdecker belaufen sich auf etwa 175-185€/m2. Eigenleistung ist nur schwer möglich.

 

Was für Dachformen gibt es?

Flaches Satteldach

Der Klassiker unter den Dächern.

– Eignung für Wohnnutzung: Geeignet. Aber die unter Umständen schlechte Beleuchtung.

– Kosten: Günstig.

– Dachterrassen und -gärten möglich aber aufwendig.

– Anbringung von Solarkollektoren gut möglich.

 

Walmdach

– Eignung für Wohnnutzung: Geeignet. Aber die unter Umständen schlechte Beleuchtung. Dachraum wird eingeschränkt.

– Kosten: Mittel (viele Grate).

– Dachterrassen und -gärten möglich aber aufwendig.

– Anbringung von Solarkollektoren gut möglich.

 

Steiles Satteldach

– Eignung für Wohnnutzung: Geeignet. Aber die unter Umständen schlechte Beleuchtung.

– Kosten: Günstig.

– Dachterrassen und -gärten möglich aber aufwendig.

– Anbringung von Solarkollektoren gut möglich.

 

Halb- oder Krüppelwalmdach

– Eignung für Wohnnutzung: Geeignet. Aber die unter Umständen schlechte Beleuchtung. Schräge kostet Dachraum.

– Kosten: Hoch (viele Grate).

– Dachterrassen und -gärten möglich aber aufwendig.

– Anbringung von Solarkollektoren gut möglich.

 

Zelt- oder Pyramidendach

Zelt- oder Pyramidendächer funktionieren nur bei quadratischen Grundrissen. Deshalb kommt diese Dachform bei Wohnhäuser selten zum Einsatz.

 

Mansarddach 2-seitig

– Eignung für Wohnnutzung: Geeignet. Aber die unter Umständen schlechte Beleuchtung

Kosten: Sehr hoch (viele Grate).

– Dachterrassen und -gärten möglich aber sehr aufwendig.

– Anbringung von Solarkollektoren möglich.

 

Mansarddach 4-seitig

– Eignung für Wohnnutzung: Geeignet. Aber die unter Umständen schlechte Beleuchtung. Dachform schafft viel Dachraum.

– Kosten: Sehr hoch (viele Grate).

– Dachterrassen und -gärten möglich aber sehr aufwendig.

– Anbringung von Solarkollektoren möglich.

 

Flachdach

– Eignung für Wohnnutzung: Sehr gut geeignet (als Vollgeschoss).

– Kosten: Günstig.

– Dachterrassen und -gärten gut möglich.

– Anbringung von Solarkollektoren möglich aber aufwendig.

 

Einfaches Pultdach

– Eignung für Wohnnutzung: Gut geeignet bei ausreichender Geschosshöhe.

– Kosten: Sehr günstig.

– Dachterrassen und -gärten möglich aber aufwendig.

– Anbringung von Solarkollektoren gut möglich.

– Schützt das Haus zur Wetterseite. Hohe Fassade bietet Platz für große Fenster.

 

Versetztes Pultdach

– Eignung für Wohnnutzung: Gut geeignet bei ausreichender Geschosshöhe.

– Anbringung von Solarkollektoren gut möglich.

 

Dachstühle

Was für Dachstühle gibt es?

 

Sparrendach

– Stützfreier Dachraum

– Begrenzte Breite

– Dachneigungen über 30°

 

Kehlbalkendach

– Zusätzliche Zwischendecke (verkleinert das Volumen, schafft aber auch zusätzlichen Stauraum)

 

Pfettendach

– Pfosten im Dachraum

– Variabel nutzbar

 

Mansarddach

– Kaum Schrägen

– Variabel nutzbar

 

Arten von Dachziegeln

Was für Dachziegel gibt es?

 

Wie viele Dachziegel werden benötigt?

Etwa 2-3m2 mehr Dachziegel einplanen als benötigt wird. Mit diesen können später Schäden behoben werden.

 

Dachziegel glänzend oder matt?

Die Qualität ist an sich die gleiche. Aber die glänzenden Dachziegel verhindern Moosbildung.  Diese sind aber auch etwa 20Cent/St. teurer.

 

Biberschwanzziegel

– Dachneigungen ab 30°

– Ziegelnormalformat (etwa 36 Stück/m2)

– Klassische Optik / Fischschuppen-Muster

– Simpler Ziegel

 

Flachdachziegel

– Dachneigungen bis unter 20°

– Ziegelnormalformat (etwa 12-16 Stück/m2) oder Großflächenziegel (etwa 6-10 Stück/m2)

– Edle Optik

 

Falzziegel (Muldenfalzziegel)

– Dachneigungen ab 30°

– Ziegelnormalformat (etwa 12-16 Stück/m2) oder Großflächenziegel (etwa 6-10 Stück/m2)

– Dach sieht sehr strukturiert aus

– Relativ wirtschaftlich

 

Hohlziegel

– Dachneigungen ab 40°

– Ziegelnormalformat (etwa 12-16 Stück/m2)

– Nicht sehr regensicher aber „geschmeidig“

 

Glattziegel

– Dachneigungen bis unter 30°

– Ziegelnormalformat (etwa 12-16 Stück/m2) oder Großflächenziegel (etwa 6-10 Stück/m2)

– Modern und flächig

 

Doppel-S-Ziegel bzw. Pfanne

– Dachneigungen ab 22°

– Großflächenziegel (etwa 6-10 Stück/m2)

 

Krempziegel

Kombination aus Mönch-und-Nonnen-Deckung und Falzziegel.

 

Materialien von Dachdeckungen

Was für Materialien von Ziegeln gibt es?

 

Tonziegel

– Ziegeldeckung

– Natürlicher Ziegel

– Farbvielfalt

– Sehr wasserfest

– Regeldachneigung > 22°

– Preis/m2 etwa 20-45€

 

Betondachsteine

– Ziegeldeckung

– Günstig

– Auch Großflächenziegel

– Bewährt bei Hagel

– Neigt zur Moosbildung

– Fehlende Langzeiterfahrung

– Regeldachneigung > 22°

– Preis/m2 ab etwa 15€

 

Schiefer

– Natürlicher Baustoff / umweltfreundlich

– Langlebig

– Teuer

– Nicht alle Dachdecker verlegen Schiefer

– Regeldachneigung > 22°

– Preis/m2 etwa 45-100€

 

Faserzement

– Wellplattendeckung

– Dünne Aufbauten sind möglich

– Farbvielfalt

– Formatvielfalt

– Schwierige Entsorgung

– Regeldachneigung > 25°

– Preis/m2 ab etwa 20€

 

Metallbahnendeckung (Kupfer, Zink, Aluminium)

– Sehr dicht

– Nutzbar für Flachdächer

– Farbvielfalt

– Teuer

– Schwitzwasser anfällig

– Regeldachneigung > 2°

– Preis/m2 etwa 100-150€

 

Schilfrohr (Reet)

– Kein Tauwasser (gutes Klima im Haus)

– Natürlicher Baustoff

– Keine Klempnerarbeiten

– Brandgefahr

– Versicherung wird teurer

– Regeldachneigung > 45°

– Preis/m2 ab etwa 100€

 

Kunststoffe

– Wellplattendeckung

 

Bitumen

– Schindeldeckung

 

Faserzement

– Schindeldeckung

 

Holz

– Schindeldeckung

 

Stroh

Zumindest früher gab es noch viele Strohdächer.

 

Vegetationsschicht

Gründach / bepflanztes Dach:

– Besseres Klima / geringere Temperaturschwankungen.

– Wird teilweise gefördert.

– Guter Wärmeschutz.

– Guter Schallschutz.

– Schutz vor Sonneneinstrahlung und mechanischen Einwirkungen (z.B. Hagel).

– Speichert Wasser (in manchen Kommunen sinken dann auch die Abwasserkosten).

– Schwer (zusätzliche Aufbauten notwendig).

– Muss gepflegt werden.

– Schwierige Suche im Fall eines Lecks.

– Rutschgefahr (ab 20° Stützkonstruktion notwendig, ab 30° Haltegitter, max. etwa 45°).

– Regeldachneigung < 30°.

– Preis/m2 ab etwa 35€. Bis zu 150€/m2.

 

Es gibt zwei Arten Gründächer:

– Extensive die aus Gräser, Kräuter, Mose, … bestehen. Erfordern wenig Pflegeaufwand.

– Intensive die aus Bodendecker und Gehölz bestehen. Sie sind pflegeaufwendig.

 

Arten von Dachgauben

Spitzgaube / Dreiecksgaube

– Keine eigene Dachentwässerung notwendig

– Geringer Lichteinfall

– Geringer Raumgewinn

 

Giebelgaube / Satteldachgaube

– Großer Lichteinfall

– Eigene Dachentwässerung notwendig

– Teuer (2m ca. 5000€)

 

Flachdachgaube

– Preiswert (2m ca. 4000€)

– Keine eigene Dachentwässerung notwendig

– Großer Lichteinfall

– Großer Raumgewinn

 

Schleppgaube

– Preiswert

– Eigene Dachentwässerung notwendig

 

Runddachgaube

– Großer Lichteinfall

– Großer Raumgewinn

– Gut für kleine Flächen geeignet

– Da eine Ziegeldeckung nicht möglich ist, besteht die Gaube aus Metall (Zink, Kupfer)

– Keine eigene Dachentwässerung notwendig

– Aufwendige Montage

 

Fledermausgaube

– Geringer Lichteinfall

– Geringer Raumgewinn

– Teuer

– Aufwendige Montage

– Guter Witterungsschutz

 

Dachrinnen

Was für Dachrinnen gibt es?

 

Kupferdachrinnen

Vorteile Kupferdachrinnen:

– Lange Haltbarkeit

– Sehr stabil und formtreu

 

Nachteile Kupferdachrinnen:

– Teuer

– Durch Oxidation zunehmend dunkelbraune Farbe

 

Sparpotenzial bei Kupferdachrinnen: Rinne zum Stecken

 

Kosten von Kupferdachrinnen: Preis/lfd. Meter ca. 15€, Preis für Einfamilienhaus insgesamt ca. 2500€.

 

Zinkdachrinnen

Vorteile Zinkdachrinnen:

– Gutes Verhältnis Preis und Langlebigkeit

– Gut machbare Montage

 

Nachteile Zinkdachrinnen:

– Schwer

– Reagiert schlecht auf Regen

– Begrenzte Farbauswahl

 

Kosten von Zinkdachrinnen: Preis/lfd. Meter ca. 8€, Preis für Einfamilienhaus insgesamt ca. 2000€.

 

Aluminiumdachrinnen

Vorteile Aluminiumdachrinnen:

– Verhältnis Preis und Langlebigkeit

– Große Farbauswahl

 

Edelstahldachrinnen

Vorteile Edelstahldachrinnen:

– Qualitative Oberklasse

– Hochwertige Optik

– Langlebigkeit

 

Nachteile Edelstahldachrinnen:

– Teuer

– Montage schwierig

 

Preis von Edelstahldachrinnen: Preis/lfd. Meter ca. 12€, Preis für Einfamilienhaus insgesamt ca. 2300€.

 

Kunststoffdachrinnen

Vorteile Kunststoffdachrinnen:

– Günstig

– Gewicht

– Einfache Montage

– Vielen Farben und Designs

 

Nachteile Kunststoffdachrinnen:

– Regieren schlecht auf Sonnenschein (UV-Beständigkeit)

– Verklebte Teile bleiben dauerhaft verbunden

– Wird über die Jahre spröde und bleich

 

Verwendung von Kunststoffdachrinnen häufig bei Nebengebäuden (Wintergarten, Gartenhaus, …)

 

Kosten von Kunststoffdachrinnen: Preis/lfd. Meter ca. 4€, Preis für Einfamilienhaus insgesamt ca. 1500€.

 

Montage von Dachrinnen

– Etwa alle 7m muss ein Dehnungsausgleich eingearbeitet sein.

– Die Dachrinne muss mit Gefälle verlegt werden.

– Zwischen unterschiedlichen Metallen darf kein Kontakt bestehen (Kontaktkorrosion)

– Befestigungen aus rostfreiem Material?

– Metall wird üblicherweise gelötet und nur selten gesteckt.

– Laubfänger für die Dachrinne nicht vergessen.

 

Spartipps Dach

– Dachflächenfenster anstatt Gaube. Transparente Ziegel anstatt Dachflächenfenster.

 

– Günstige Materialen bei Dachdeckungen (z.B. Falzziegel oder Betondachsteine anstatt Schiefer).

 

– Durch das Verlegen von größeren Ziegel könnte Arbeitszeit gespart werden. Beispielsweise große Flachdachziegel oder Muldenfalzziegel (Großflächenziegel) anstatt kleinere Biberschwanz oder Hohlziegel (Ziegelnormalformat).

 

– Dächer können innen durch Gauben oder Querhäuser bzw. durch Dachflächenfenster beleuchtet werden.

 

– An den Lüftungsöffnungen sollten Lüftungsgitter angebracht werden. Das verhindert das Eindringen von Insekten.

 

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