01-13_Barrierefreies_Wohnen_Bauen

 
 
Barrierefreies Wohnen und Bauen

Ob durch Alter, Behinderung oder Krankheit – für viele Menschen ist barrierefreies Wohnen bzw. Bauen ein wichtiges Thema.

 

 

Wo kann man sich zum Thema Barrierefreies Wohnen / Bauen beraten lassen?

Wohnberatungsstelle (Beratungsstellen in der Nähe): www.wohnungsanpassung-bag.de

Tipps und Infos: www.online-wohn-beratung.de

Tipps und Infos: www.nullbarriere.de

 

Normen Barrierefreiheit

Barrierefreies Wohnen wird in DIN 18025-1 und DIN 18025-2 spezifiziert.

Barrierefreies Bauen wird in DIN Norm 18040 spezifiziert (www.din18040.de).

 

Unterstützungen für barrierefreies Wohnen

Viele Kosten für Hilfsmittel werden zum Großteil Kranken- oder Pflegekasse übernommen. Je nach Pflegstufe auch diverse Umbaumaßnahme.

 

Wer unterstützt beim barrierefreiem Wohnen / Bauen?

Wohnberater von Vereinen, Verbänden und auch manchen Kommunen geben Tipps und Hinweise für ein barrierefreies Wohnen. Sie analysieren meist grundsätzliche bauliche Probleme. Auf die Ausstattung gehen sie oftmals weniger ein.

 

Was für Fördermöglichkeiten gibt es?

– KfW

Die KfW bietet bei entsprechenden Baumaßnahmen („Altersgerecht Umbauen“) Förderungen an. Hier zu nennen ist das Kreditprogramm (159) und das Zuschussprogramm (455). Die Umbaumaßnahmen müssen allerdings technische Mindestanforderungen erfüllen, Kredit und Investitionszuschuss sind nicht kombinierbar und Kombinationen mit Wohn-Riester oder dem Zuschuss der Pflegeversicherung sind ebenfalls nicht möglich.

 

– Bundesländer / Kommunen

Bundesländer und manche Kommunen bieten Förderungen an (z.B. Wohnungsbauprogramme).

 

– Wohn-Riester

Wer Anspruch auf Wohn-Riester hat, kann einen vorhandenen Riester-Vertrag bzw. ein neues Riester-Darlehen ebenfalls für Baumaßnahmen verwenden.

 

– Krankenversicherung

Von Krankenkassen gibt es evtl. auch Zuschüsse bzw. Kostenübernahmen. Ein Arzt muss es allerdings verordnet haben.

 

– Pflegeversicherung

Menschen die schon pflegebedürftig sind (vorhandene Pflegestufe) können Zuschüsse für Umbaumaßnahmen bei der gesetzlichen Pflegeversicherung beantragen. Voraussetzung ist, dass die baulichen Veränderungen das Pflegen erheblich erleichtern / überhaupt ermöglichen / die Selbstständigkeit eines pflegebedürftigen Menschen verbessern. Pro Person sind bis zu 4000€ möglich. Ändert sich die Pflegesituation, ist ein weiterer Zuschuss denkbar (wieder max. 4000€). Leben mehrere pflegebedürftige Menschen im Haushalt die anspruchsberechtigt sind, können max. 16000€ beantragt werden.

 

– Sozialamt / Sozialhilfe

Bei entsprechenden Ansprüchen hilft auch das Sozialamt.

 

– Steuererklärung

Maßnahmen können teilweise von der Steuer abgesetzt werden.

 

Was gibt es für Wohnalternativen?

Alternativen wären auch „Gemeinschaftliches Wohnen“. Beispielsweise Hausgemeinschaften, Genossenschaftswohnungen, betreutes Wohnen / Servicewohnen oder dergleichen. Siehe auch Wohnprojekte.

 

Barrierefreies Wohnen – Maßnahmen mit relativ geringem Aufwand

Oft haben kleine Veränderungen schon eine große Wirkung.

 

– Teppiche sind oft Stolperfallen. Sie sollten besser entfernt werden.

 

– Rutschfeste Bodenbeläge fürs Bad.

 

– Haltegriff, Klappsitz oder Duschhocker für das Bad einbauen.

 

– Gut erreichbarer Toilettenpapierhalter.

 

– Lange und gerade Spiegel anbringen.

 

– Erhöhte Sitzmöbel erleichtern das Aufstehen.

 

– Die Sichtbarkeit des Beginns / Endes von Treppen durch Helligkeitskontraste erhöhen.

 

– Mit Glasböden in Schränken können erhöhte Gegenstände besser erkannt werden.

 

– Bewegungsmelder für das Licht.

 

– Das Bett so aufstellen, dass es möglichst gut zugänglich ist. Vielleicht sogar von 3 Seiten.

 

– Das Bett erhöhen. So fällt das Aufstehen leichter. Beispielsweise auch durch einen höhenverstellbaren Lattenrost.

 

Barrierefreies Wohnen – Maßnahmen mit mittlerem Aufwand

– Greifhilfen und Handläufe anbringen.

 

– Griffverlängerung an Fenstern.

 

– Möglichst keine (Tür-)Schwellen. Alternativ können vielleicht auch Rampen angebracht werden.

 

– Schranktüren durch Schiebetüren ersetzen.

 

– Steckdosen mit Auswurfmechanik.

 

– Installation eines Lichtschalters in der Nähe vom Bett.

 

– Eine Aufrichthilfe in der Nähe des Bettes montieren.

 

– Bewegungsflächen um Waschbecken oder Tische min. 150x150cm gewährleisten.

 

– Manche Türen sollten nach außen öffnen (WC, Bad, Abstellraum).

 

Barrierefreies Wohnen – Maßnahmen mit erhöhtem Aufwand

– Installation von elektrischen Rollläden.

 

– Türbreiten anpassen. Allgemein gelten 80cm als sinnvoll. Für Rollstuhlfahrer ist eine Türbreite von ab etwa 90cm angemessen. Besser ist 95-110cm.

 

– Treppen sollten min. ein Meter breit sein. Möglichst keine Wendeltreppen.

 

– Einbau von Raumspartüren.

 

– Ausziehbrause für die Küche. Das erleichtert Küchenarbeiten.

 

– Verstellbare Kochfelder, Arbeitsplatten und Oberschränke.

 

– Bodengleiche Dusche.

 

– Badewanne mit Einstieg.

 

– „Smart Home

 

– Aufzugsanlagen, beispielsweise Treppenlifte.

 

– Ein Zimmer für eine Pflegekraft.

 

– Umzug in neues Wohnumfeld mit Arzt, Apotheke, Einkaufsmöglichkeiten, Öffentlichen Verkehrsmittel, … in der Nähe.

 

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