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Allgemeines zu Immobilien

Grundlegende Informationen zum Thema Immobilien. Woher können Informationen bezogen werden? Was ist die Gesamtnutzungsdauer? Kaufen oder mieten? Vorteile und Nachteile von Immobilien? Neubau oder Altbau? Wohnung oder Haus? Risiken bei Immobilien? Arten von Immobilien?

 

Quellen um sich über Immobilien zu informieren

Fachliteratur:
– „Grundstücksmarkt und Grundstückswert“, www.gug-aktuell.de
– „Die Wohnungswirtschaft“, www.wohnungswirtschaft-magazin.de
– „Immobilien & Finanzierung“, www.kreditwesen.de
– „Immobilienwirtschaft“, www.haufe.de
– „Immobilienzeitung“, www.immobilien-zeitung.de

 

Amtliche Statistiken und Dokumente:
– Bodenrichtwertkarten der Gutachterausschüsse
– Flächennutzungs- und Bebauungspläne
– Mietpreisspiegel
– Veröffentlichungen der Ämter

 

Veröffentlichungen von Forschungs- und Hochschuleinrichtungen:
– BulwienGesa AG, www.bulwiengesa.de
– DIW (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung), www.diw.de
– empirica Wirtschaftsforschung und Beratung GmbH, www.empirica-institut.de
– GEWOS Institut für Stadt-, Regional- und Wohnforschung GmbH, www.gewos.de
– gif (Gesellschaft für Immobilienwirtschaftliche Forschung e.V.), www.gif-ev.de
– HWWI (Hamburgisches WeltWirtschaftsInstitut), www.hwwi.org
– Ifo Institut für Wirtschaftsforschung, www.ifo.de
– Institut für Gewerbezentren, www.i-f-g.de
– Institut für Weltwirtschaft, www.ifw-kiel.de
– iSt. Institut für immobilienwirtschaftliche Studien, www.ist-leipzig.de
– Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH), www.iwh-halle.de
– Rheinisch-Westfälisches Institut für Wirtschaftsforschung e.V., www.rwi-essen.de

 

Veröffentlichungen von Fachverbänden und Unternehmen:
– Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen e.V., www.bfw-bund.de
– GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen, web.gdw.de
– Immobilienverband IVD, www.ivd.net
– RICS: Royal Institution of Chartered Surveyors, www.rics.org
– Marktberichte von Maklerfirmen
– Tagespresse

 

Internet:
www.immobilienportale.com/uebersicht-immobilienportale/

 

Statistiken

Auf www.destatis.de sind viele interessante Statistiken rund um Immobilien zu finden.

 

Wie viel Zeit verbringen Menschen in Gebäuden?

Der Mensch in Industrienationen verbringt heute im Durchschnitt über 80% seines Lebens in Gebäuden.

 

Wie viele Immobilien sind in Deutschland selbstgenutzt?

In Deutschland etwa 46%. Alte Bundesländer 49%, neue Bundesländer 34%, international etwa 60%.

 

Wie viele Deutsche sind Mieter?

Etwa 57% der Deutschen sind Mieter.

 

Wie groß ist die Immobilienfläche Deutschlands?

Die Fläche aller Immobilien in Deutschland beträgt ca. 6,7%.

 

Wie wird die Bodenfläche in Deutschland genutzt?

Stand 2009

Bodenfläche insgesamt: 357.111km² (100%)
Landwirtschaftsfläche (einschl. Moor und Heide):  187.646km² (52,50%)
Waldfläche: 107.349km² (30,10%)
Gebäude- und Freifläche: 24.416km² (6,80%)
Verkehrsfläche: 17.790km² (5%)
Wasserfläche: 8.482km² (2,40%)
Betriebsfläche (unbebaut): 2.456km² (0,70%)
Erholungsfläche: 3.787km² (1,10%)
Flächen anderer Nutzung (z. B. Friedhöfe): 7.497km² (1,50%)

 

Wie viele Haushalte gibt es in Deutschland im Jahr 2020?

Schätzungen gehen davon aus, dass bis 2020 die Zahl der Haushalte um 1 Mio. ansteigen wird, bei einem gleichzeitigem Bevölkerungsrückgang von 0,5%. Die Haushaltsgröße sinkt von 2,9 Personen im Jahr 1960 auf 2,1 Personen.

 

Wie groß ist der Anteil von Immobilien am deutschen Gesamtvermögen?

Immobilien machen etwa 50% des Gesamtvermögens der Deutschen aus. Im Jahr 2009 etwa 9 Billionen Euro.

 

Wie viele Neubauimmobilien bzw. Bestandsimmobilien gibt es?

Neubauimmobilien ca. 3%, Bestandsimmobilien ca. 97%

 

 

Gesamtnutzungsdauer von Immobilien

Eine Nutzungsdauer von 100 Jahren einer Immobilie gilt als überholt. Üblicherweise sind es etwa 60-80 Jahre, gewerbliche Gebäude deutlich kürzer. Modernisierungen verlängern allerdings die GND (Gesamtnutzungsdauer).

 

Durchschnittliche wirtschaftliche Gesamtnutzungsdauern (GND)

Quelle: Kleiber (2002b), S. 1511

Einfamilienhaus auch mit Einliegerwohnung: 60-100 Jahre GND
Zwei- und Dreifamilienhaus: 60-80 Jahre GND
Reihenhaus (bei leichter Bauweise kürzer): 60-80 Jahre GND
Fertighaus in Massivbauweise: 60-80 Jahre GND
Fertighaus in Fachwerk- und Tafelbauweise: 60-70 Jahre GND
Siedlungshaus: 50-60 Jahre GND
Holzhaus: 50-60 Jahre GND
Schlichthaus (massiv): 50-60 Jahre GND
Mietwohngebäude: 50-80 Jahre GND
Gemischt genutzte Häuser mit einem gewerblichen Mietertragsanteil bis 80%: 50-70 Jahre GND
Verwaltungs- und Bürogebäude, Schulen, Kindergärten: 50-70 Jahre GND
Gewerbe- und Industriegebäude bei flexibler und zukunftsgerechter Ausführung: 40-60 Jahre GND
Stallgebäude: 15-25 Jahre GND
Tankstellen: 10-20 Jahre GND
Selbstbedienungs- und Baumarkt/Einkaufszentrum: 30-50 Jahre GND
Hotels/Sanatorien/Kliniken: 40-60 Jahre GND

 

Restnutzungsdauer berechnen?

Restnutzungsdauer (RND) = Gesamtnutzungsdauer (GND) – Alter des Gebäudes (GA)

 

 

Immobilie kaufen oder mieten?

Darauf ist keine eindeutige Antwort möglich. Zuerst einmal hängt es von vielen (unbekannten) finanzmathematischen Variablen ab (z.B.: Zinsen, Mietsteigerungen, Nebenkosten, Wertsteigerung, mögliche Rendite des Eigenkapitals in anderen Finanzanlagen, Steuern, …), wer nach x Jahren das größere Vermögen hat. Fast wichtiger sind die persönlichen Charaktereigenschaften um das „Projekt“ Immobilie auf sich zunehmen.

 

Bei der Entscheidung „kaufen oder mieten“ ist beachten:
– Kaufen oder mieten ist meist eine Entscheidung für Eigentum oder Konsum.
– Die Nebenkosten sind für Mieter und Eigentümer gleich.
– Studien zufolge sind Immobilienbesitzer als Rentner meist wohlhabender als Mieter. Beispielsweise ergab eine Studie der Bundesbank das Immobilienbesitzer im Ruhestand durchschnittlich über 270000 € verfügen. Mieter nur über circa 54000€
– Faustregel: Nach 20 Jahren sollte die eigengenutzte Immobilie durch die (theoretisch gezahlten) 20 Jahresmieten bezahlt sein.
– Wohnen kostet Geld. Und jeder muss irgendwie wohnen. Die Miete ist zu 100% weg. Beim Abbezahlen der eigenen Immobilie ist zwar auch einiges weg (z.B. Zinsen an die Bank) aber eben nicht alles.

 

Immobilienrechner im Internet:

www.interhyp.de
www.immobilienscout24.de
www.geldsparen.de
www.test.de

 

 

Vorteile von Immobilien

Für den direkten Kauf einer Immobilie spricht einiges dafür. Leider aber auch einiges dagegen.

 

– Mietersparnis bzw. Mieteinnahmen (jeder Mensch bezahlt im Laufe seines Lebens ein Haus, der Mieter das Haus des Eigentümers).
– Mietfreiheit. Man ist keinen Mietsteigerungen oder Kündigungen ausgesetzt.
– Mögliche Wertsteigerung.
– Relativ sichere Kapitalanlage (In Mitteleuropa keine allzu großen Preisschwankungen. Vorausgesetzt Preis, Qualität und Lage stimmt.).
– Inflationsschutz durch (prinzipiell) hohe Wertbeständigkeit. Allerdings: Mieten folgen nicht automatisch der Inflation. Meist steigen sie schneller als die Inflation. Bei einer Hyperinflation sind Immobilien auch nur bedingt geeignet -> Siehe Hauszinssteuer bzw. Lastenausgleichsgesetz. Außerdem würden dann auch die Immobilienpreise einbrechen.
– Steuerlich relativ gut gestellt. Aber eine Immobilie muss sich auch vor Steuern rechnen!
– Dauerhaftigkeit / Langlebigkeit (Nutzungsdauer etwa 80 Jahre).
– Mehr Wohnqualität, denn eigene Gestaltungswünsche sind umsetzbar.
– Grundlage für Ihre Altersvorsorge.
– Bei circa einem Drittel der Immobilienerwerbe steuern Verwandte finanziell etwas bei. Ein Mieter der in andere Kapitalanlagen investiert wird das selten erwarten dürfen.
– Mieten steigen mit der Zeit. Die Abzahlung einer Immobilie nicht zwangsläufig.
– Die selbstgenutzte Immobilie ist Schonvermögen. Das bedeutet das eine selbstgenutzte Immobilie nicht verkauft werden muss wenn Sozialleistungen in Anspruch genommen werden. Beispielsweise bei Sozialhilfe oder der Pflege von Angehörigen.

 

 

Nachteile von Immobilien

– In den ersten Jahren muss der Eigentümer wahrscheinlich mehr Geld ausgeben als der Mieter.
– Hohe Kapitalbindung bzw. Kapitaleinsatz (Keine Zinsen / Dividenden auf das eingebrachte Eigenkapital). Durch den Einsatz von Fremdkapital ist man auch abhängig von den Finanzmärkten (Zinsänderungsrisiken).
– Standortgebundenheit (daher „im-mobilis“ aus dem Lateinischen für „nicht bewegliche Sache“) im Gegensatz zu anderen Wirtschaftsgütern. In einer Krise kann man auch nicht dem Staat „entkommen“ (siehe Hauszinssteuer / Gebäudeentschuldungssteuer (1924–1943) oder das Lastenausgleichsgesetz (ab 1948)).
– Abhängigkeit und Unflexibilität, etwa bei der Arbeitsplatzsuche oder veränderter Familiensituation.
– Hohe Kaufnebenkosten bzw. Transaktionskosten (Grunderwerbssteuer, ggf. Makler, Notar -sowie Gerichtskosten).
– Mögliche Finanzierungskosten (Zinsen, Grundbucheintragungsgebühr, Rangordnung für die Verpfändung, Kontoführungsgebühren, …). Viele Käufer lassen sich auch von niedrigen Zinsen blenden. Aber im Gegensatz dazu sind Immobilien oft überteuert.
– Heterogenität. Auch wenn zwei Immobilien architektonisch identisch sind, unterscheiden sie sich in ihrer Lage. Die genaue Wertbestimmung ist immer schwierig (Teilmarktrisiken, Objektrisiken und Bewertungsrisiken).
– Hoher Pflege-/, Instandhaltungs-/, Modernisierungs-/ und Arbeitsaufwand. Hohe Managementkosten.
– Folgekosten (Betriebskosten, Heizung, Strom, Wasser, Verwaltung, Reinigung, Straßenreinigung, Versicherungen, …).
– Deutsches Mietrecht ist sehr mieterfreundlich. Beispielsweise sind Mieterhöhungen nur eingeschränkt möglich.
– Relativ niedriges Mietniveau in manchen Gegenden.
– Unzuverlässige Mieter / Leerstand / Mietnomaden.
– Meist lange Anlagedauer (etwa 10-20 Jahre). Schnelle Gewinne sind sehr selten.
– Renditen sind im Vergleich zu anderen Investments relativ niedrig. Das DIW hat für das Jahr 2012 ermittelt, dass von fast 7 Millionen Eigentümern etwa drei Millionen nichts an der Immobilie verdienen (Inflation nicht berücksichtigt). Knapp 0,5 Millionen machen sogar Minus. Im Schnitt wird eine Rendite von zwei bis drei Prozent erreicht. Nur etwa ein Fünftel kommt über 5% Rendite.
– Immobilien können nicht schnell zu Geld gemacht werden (Illiquidität). Das Kapital ist komplett an die Immobilie gebunden. Braucht man einmal Geld muss die ganze Immobilie verkauft werden. Nur ein Fenster, Schornstein, Heizungskörper, … ist meist nicht verkäuflich.
– Bei Neubau lange Produktionsdauer (etwa 2 Jahre bei Wohnungsbau und 5 Jahren im Gewerbebau) und die Baukosten könnten höher werden als erwartet.
– Eigentum verpflichtet.

 

Aus finanzieller Sicht stehen Käufer gegenüber Mietern zum Renteneintritt meist besser da. Auch wenn der Eigentümer einige Nachteile/Risiken über Jahre hinweg in Kauf nehmen muss. Da es aber viele Unbekannte (Entwicklung der Immobilienpreise / Mieten, Zinsen, …) gibt, muss dem nicht so sein. Letzten Endes kommt es auf die persönliche Situation an.

 

 

Gutes Marktumfeld für Immobilieninvestitionen

– Niedrige Immobilienpreise
– Niedriges Zinsniveau
– Hohe / ansteigende Inflationsrate

 

Neubau

Vorteile Neubau:
+ Geringere Folgekosten / energetisch
+ Kann nach eigenen Wünschen gestaltet werden
+ Kein Modernisierungsbedarf die nächsten Jahre

 

Nachteile Neubau:
– Lange Produktionsdauer. Einzug erst später möglich (Miete muss länger gezahlt werden).
– Meist höhere Baukosten als beim Kauf einer Bestandsimmobilie
– Oft keine gewachsene Infrastruktur

 

Altbau

Vorteile Altbau:

+ Festpreis

+ Meist größeres Grundstück drum herum

+ Meist höhere Kosten beim Neubau

+ Oft gute Infrastruktur / Standortvorteil

+ Relativ schneller Einzug möglich. Kein drohenden Bauverzögerungen. Dadurch Mietersparnis.

+ Kein Neubaustress

 

Nachteile Altbau:
– Eingeschränkte Gestaltungsmöglichkeiten
– Einrichtung überaltert
– Höhere Folgekosten / nicht energetisch
– Mögliche nicht bekannte Bauschäden
– Möglicher Renovierungs-/ Modernisierungsbedarf

 

Wohnung oder Haus?

Wann sollte ein Wohnung gekauft werden? Wann sollte ein Haus gekauft werden?

– Je nach Zweck bzw. Familiensituation.
– Frei stehendes Einfamilienhaus bietet wohl die größten individuellen Entwicklungsmöglichkeiten.
– Frei stehendes Einfamilienhäuser aufgrund der größeren Grundstücke meist teurer als Reihenhäuser oder Wohnungen.
– Wohnungen: Größere Auswahl (von Einzimmerwohnung bis Maisonettewohnung). Aber Wohnungseigentümer sind an die Mehrheitsbeschlüsse der Eigentümergemeinschaft gebunden.
– Reihenhäuser: Günstiger als das Einfamilienhäuser aber eingeschränkter.

 

Vergleich Haus und Wohnung

Kriterium Haus Wohnung
Kaufkosten Meist höher. Schon aufgrund des Grundstücks. Meist niedriger.
Unterhaltskosten Meist höher. Allerdings individuell beeinflussbar. Meist geringer. Allerdings sind auch Gemeinschaftskosten mitzutragen.
Lage Je weiter das Stadtzentrum entfernt, desto höher das Angebot in der Regel. Größere Auswahl.
Infrastruktur Auf dem Land geringer. In der Stadt besser.
Verkehr Eher Individualverkehr. Oft bessere Erschließung mit öffentlichen Verkehrsmitteln.
Garten Haus hat meist auch Garten. Oft nur Gemeinschaftsgarten. Ansonsten Balkon.
Autonomie Sehr hoch. Abstimmung mit Miteigentümern immer notwendig.
Individualität Je nach finanziellem Spielraum praktisch unendlich. Oft nur beim Innenausbau.
Umbau Je nach Bebauungsplan kann das Haus auch nachträglich angepasst werden. Anbauen oder Aufstocken bei Eigentumswohnungen nicht möglich.
Verkauf Individuelle Hauseigenschaften können den Verkauf erschweren. In Ballungsräumen meist gut möglich.

 

Risiken bei Immobilien

Mögliche Risiken bei einer Immobilieninvestition:

 

– Markt- und Investitionsrisiken.
– Standortrisiken (Umfeld ändert sich. Beispielsweise Problemnachbarn, Verwahrlosung von Wohnviertel, Straßenbau, Flugroute, …).
– Preis und Wertänderungsrisiken (Überhöhter Kaufpreis, finanzielle Überforderung möglich, …).
– Schlechter Zustand (Bausubstanz).
– Änderungen im Leben (Arbeitslosigkeit, Krankheit, Scheidung, …).
– Mögliche neue Gesetze, Verordnungen, Auflagen, Steuern und Materialanforderungen in der Zukunft (EnEV (EnergieEinsparungsVerordnung), Eigentümerpflichten, …).
– Wertverlust. Immobilienpreise können fallen. Verkauf ist dann nur mit Verlust möglich.

 

Entwicklungsrisiko
• Standort nicht adäquat für vorgesehene Nutzung
• Prognostizierte Marktentwicklungen treten nicht ein
• Nutzung nicht marktgerecht
• Planung nicht marktgerecht
• Das Projekt stellt sich nachträglich als nicht durchführbar oder nicht wirtschaftlich heraus

 

Boden-, Baugrundrisiko
• Altlasten, Kontaminationen
• Kampfmittel
• Eingeschränkte Tragfähigkeit
• Grundwasser

 

Genehmigungsrisiko
• Baugenehmigung wird nicht erteilt
• Auflagen durch die Bauaufsichtsbehörde
• Einwände von Nachbarn

 

Vertrags- und Gewährleistungsrisiko
• Planungsmängel
• Baumängel

 

Zeitrisiko
• Überschreitung der geplanten Entwicklungsdauer
• Überschreitung des geplanten Fertigstellungstermins
• Überschreitung der geplanten Vermarktungsdauer

 

Finanzierungsrisiko
• Unzureichende Eigenkapitalausstattung
• Zinsänderungsrisiko
• Belastungen durch zeitliche Verzögerungen

 

Kostenrisiko
• Zusätzliche Kosten durch zeitliche Verzögerungen
• Nachträgliche Planungsänderungen
• Ungenaue Ausschreibung
• Nachträge

 

Standort- und Vermarktungsrisiko
• Unterschreitung der Planverkäufe /Planvermietungen
• Unterschreitung der geplanten Verkaufspreise / Mieterlöse
• Längere Bestandsshaltung bewirkt zusätzliche Kosten

 

 

Der Einfluss der Demografie auf den Immobilienmarkt

Die Bevölkerung in vielen Industrienationen schrumpft. Sinkt dadurch nicht die allgemeine Nachfrage nach Immobilien? An sich ist diese Überlegung richtig. Aber die Menschen werden immer anspruchsvoller. In den 60er-Jahren lebte der Durchschnittsdeutsche auf knapp 25m². Heute sind es etwa 43m². Auch steigt statistisch die Anzahl der Haushalte (mehr Singles und Rentner). Das führt zu einer Verkleinerung der Haushalte aber gleichzeitig zu einer Vergrößerung der Wohnfläche pro Person.

 

Gewerke

Welche Gewerke gibt es?

Gewerke sind geschlossene Bauleistungsbereiche:
Heizungsarbeiten
Sanitärarbeiten
Elektroarbeiten
Lüftungsanlage
Blitzschutzanlage
Schlosserarbeiten
Innenputzarbeiten
Estricharbeiten
Trockenbauarbeiten

 

Arten von Immobilien

Was für Immobilienarten gibt es?

1. Freistehende Einfamilien-Wohnhäuser. Nach einer Statistik von LBS Research waren 2008 in den neuen Bundesländern 87 und in den alten 67 Prozent der neu gebauten Eigenheime Einzelhäuser.
2. Einfamilien-Reihenhäuser (unterteilt in Kopf- und Mittelhaus bzw. Reihenmittelhaus / Reiheneckhaus)
3. Mehrfamilien-Wohnhäuser
4. Gemischt genutzte Wohn- und Gewerbehäuser
5. Büro-/ Verwaltungsgebäude
6. Bankgebäude
7. Gerichtsgebäude
8. Gemeindeszentren bzw. Bürgerhäuser
9. Saalbauten bzw. Verwaltungszentren
10. Vereins- und Jugendheime, Tagesstätten
11. Kindergärten
12. Schulen
13. Berufsschulen
14. Hochschulen, Universitäten
15. Personal- und Schwesternwohnheime
16. Altenwohnheime
17. Krankenhäuser
18. Hotels
19. Tennishallen
20. Turn- und Sporthallen
21. Funktionsgebäude für Sportanlagen
22. Hallenbäder
23. Kur- und Heilbäder
24. Kirchen und Kapellen
25. Einkaufsmärkte
26. Kauf- und Warenhäuser
27. Ausstellungsgebäude
28. Parkhäuser, Kfz-Stellplätze
29. Tiefgaragen
30. Industriegebäude, Werkstätten
31. Lagergebäude
32. Reithallen und Pferdeställe
33. Landwirtschaftliche Betriebsgelände

 

Arten von Wohnimmobilien:
– Wohnungen
– Ein-, Zwei- und Mehrfamilienhäuser / Reihenhäuser
– Boardinghouses
– Wohnanlagen

Arten von Gewerbeimmobilien:
– Büro-/ Verwaltungsimmobilien
– Industrieimmobilien (Produktions-/ Logistikstätten)
– Sozialimmobilien
– Sport- und Freizeitimmobilien
– Handelsimmobilien (Groß-/ und Einzelhandel)
– Hotels und Gastronomiebetriebe

Arten von Sonderimmobilien
– Kirchliche Immobilien
– Karitative Immobilien
– Heime / Anstalten
– Kultur-/ Freizeitstätten

Wie können Immobilien unterschieden werden?

Gegenstand
• Grundstücke
• Gebäude
• Zubehör

 

Nutzungsart
• Privat
• Gewerblich / Institutionell
– Bürofläche
– Lagerfläche
– Produktionsfläche im engeren Sinne
– Schauflächen
– Verkaufsflächen / Handel
– Wohnfläche (Hotel)
– Freizeitfläche
– Gesundheitsflächen
– Verkehrsfläche
– Dienstleistung
– Non-Profit

 

Objektgröße
• Groß
• Mittel
• Klein

 

Lage
• Zentrale Innenstadtlage (1a)
• Periphere Innenstadtlage (1b)
• Randlage
• Umland

 

Eigentumsverhältnisse
• Anteilseigner
• Eigentümer
• Mieter
• Leasingnehmer

 

Alter
• Altbau
• Neubau
• Modernisierter Altbau

 

 

Immobilienfachverbände in Deutschland

Bund der Wohnungs- und Grundeigentümer e. V., www.bwe-online.de

Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen e. V., www.bfw-bund.de

Landesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen Sachsen/Sachsen-Anhalt/Thüringen e. V., www.bfw-md.de

Landesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen Berlin/Brandenburg e. V., www.lfwberlin.de

Landesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen Hamburg/Schleswig-Holstein/Mecklenburg-Vorpommern, www.bfw-nord.de

Landesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen Niedersachsen/Bremen e. V., www.lfw-niedersachsen.de

Landesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen Nordrhein-Westfalen e. V., www.bfw-nrw.de

Landesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland e. V., www.lfw-h-rp-s.de

Landesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen Baden-Württemberg e. V., www.lfw-bw.de

Landesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen Bayern e. V., www.lfw-bayern.de

Dachverband Deutscher Immobilienverwalter e. V. (DDIV), www.immobilienverwalter.de

Verband der Immobilienverwalter Bayern e. V., www.immobilienverwalter-bayern.de

Verband der Immobilienverwalter Baden-Württemberg e. V., www.vdiv.de

Verband der Immobilienverwalter Hessen e. V., www.hausverwalter.de

Verband der nordrhein-westfälischen Immobilienverwalter e. V., www.vnwi.de

Verband der Immobilienverwalter Schleswig-Holstein/Hamburg/Mecklenburg-Vorpommern e. V., www.immoverwalter.org

Verband der Immobilienverwalter Sachsen e. V., www.immobilienverwalter-sachsen.de

Verband der Immobilienverwalter Sachsen-Anhalt e. V., www.immobilienverwalter-sachsen-anhalt.de

Verband der Immobilienverwalter Berlin-Brandenburg e. V., www.vdiv-Berlin-Brandenburg.de

Verband der Immobilienverwalter Rheinland-Pfalz/Saarland e. V. c/o Seibert Immobilienmanagement GmbH, www.vdiv-rps.de

Verband der Immobilienverwalter Niedersachsen/Bremen e. V., www.vdiv-nds-bremen.de

Immobilienverband Deutschland (IVD) Bundesverband der Immobilienberater, Makler, Verwalter und Sachverständigen e. V., www.ivd.net

Immobilienverband Deutschland (IVD) – Nord, www.ivd-nord.de

Immobilienverband Deutschland (IVD) – Süd, www.ivd-sued.net

Immobilienverband Deutschland (IVD) – West, www.ivd-nord-west.net

Immobilienverband Deutschland (IVD) – Mitte, www.ivd-mitte.de

Immobilienverband Deutschland (IVD) – Berlin-Brandenburg, www.ivd-berlin-brandenburg.de

Immobilienverband Deutschland (IVD) – West, www.ivd-west.net

Immobilienverband Deutschland (IVD) – Ost, www.ivd-mitte-ost.net

 

 

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